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Was Sie über Malaria wissen sollten:

Weltweit ist Malaria auf dem Vormarsch. Die Muecken, die bei ihrer Blutmahlzeit das gefaehrliche Fieber uebertragen, lauern ueberall in den Tropen und in subtropischen Gebieten. Damit eine Traumreise nicht zum Albtraum wird, ist Vorbeugen so wichtig wie nie.

Gerade die Deutschen verreisen recht sorglos. Das Robert-Koch-Institut in Berlin registrierte beispielsweise 1995 rund 1000 Malaria-Faelle, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Drei Viertel aller Infizierten erkrankten im Urlaub und schleppten ein uebles Reisesouvenir heim. Das heisseste Pflaster ist Afrika, vor allem Kenia. Hier erwischte es 80 Prozent der deutschen Urlauber, 40 Prozent der erkrankten beugten nicht durch Chemoprophylaxe vor. Rund 500 Millionen Menschen werden jaehrlich infiziert, rund 3 Mio davon sterben, vor allem Kinder.

Nach den Hinweisen der Weltgesundheitsbehoerde (WHO) gehoert Thailand zu den Malariagebieten. Auch die gefaehrliche Malaria tropica tritt dort auf. Koh Samet und Koh Chang gelten als verseucht, grosse Staedte wie Bangkok oder Chiang Mai sind malariafrei. Ein erhoehtes Risiko besteht in anderen Landesteilen. Um es zu erkennen, betrachten wir einige Aspekte der "Mutter aller Fieber", wie die Chinesen sie nannten.

Italien suedlich der Poebene war noch bis zum Anfang dieses Jahrhunderts ein endemisches Sumpffiebergebiet. Die Bezeichnung mala aria (schlechte Luft) weist auf die feuchten Niederungen mit den sogenannten Sumpfmiasmen hin, den - nach ueberholter Anschauung - aus dem Boden ausduenstenden und Krankheiten ausloesenden Stoffen. Der Parasit Plasmodium falciparum, Urheber der Malaria tropica, wurde 1889 von zwei italienischen Wissenschaftlern in der Naehe von Rom entdeckt. Sogar in England war die Krankheit noch bis Mitte der fuenfziger Jahre heimisch, Griechenland wurde erst vor relativ kurzer Zeit aus der Liste der Malarialaender gestrichen.

Wenn die Prophezeihungen der Forscher ueber die Veraenderung des Weltklimas wahr werden, ueberschwemmen bei geringer Zunahme der mittleren Jahrestemperatur wieder Massenseuchen wie Malaria, Gelbfieber und Bilharziose europaeische Breiten. Diese Entwicklung ist gerade bei der Malaria plausibel. Die Mehrzahl gefaehrlicher Krankheitserreger der Tropen wird durch sogenannte Vektoren uebertragen. Dabei handelt es sich um Insekten wie bei der Malaria oder beispielsweise um Suesswasserschnecken wie bei der Bilharziose. Trotz unterschiedlicher Lebensraeume haben die Krankheitstraeger ein gemeinsames Merkmal: Je waermer und feuchter es ist, desto besser und schneller vermehren sie sich. Dazu nimmt parallel die Zahl jener Arten krankheitsverursachender Parasiten zu, die sich fuer Fortpflanzung und Transport auf eben jene Vektoren spezialisiert haben.

Kleine Unterschiede in der Durchschnittstemperatur koennen sich erheblich auf die Vermehrung von Parasiten und Vektoren auswirken. Die Muecken mit dem wohlklingenden Namen Anophelinen - griechisch unnuetz, schaedlich - brauchen bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius fast drei Wochen vom Ei bis zum blutsaugenden Insekt, bei 31 Grad C sind es nur noch sieben Tage. Noch deutlicher wirkt sich die Aussentemperatur auf die Malariaparasiten in den Muecken aus. Plasmodium vivax, der Erreger ehemaliger europaeischer Malariafaelle, vermehrt sich bei Temperaturen unter 15 Grad C ueberhaupt nicht; bei 20 Grad brauchen die Parasiten noch 16 Tage, bei 28 nur noch eine Woche, um zu einer infektionsfaehigen neuen Generation heranzuwachsen. Schlussfolgerung von David Warnhurst von der Londoner Hochschule fuer Topenmedizin und Hygiene: "Es gab in England immer schon das Risiko eines Malariaausbruchs, die globale Erwaermung erhoeht die Wahrscheinlichkeit jedoch betraechtlich."

Es klingt widersinnig: Der Kampf gegen Malaria-Muecken und -Erreger hat Mitschuld an ihrer drastischen Zunahme. Die WHO wollte vor knapp 40 Jahren die Blutsauger mit DDT und anderen Giften ausrotten. Es waere fast gelungen, aber jetzt raechen sich die Muecken. Die ueberlebenden passten sich veraenderten Umweltbedingungen an und wurden widerstandfaehig, resistent gegen Gift. Fuer das Suesswasser geschaffen reicht ihnen heute sogar Brackwasser zum Leben. Und die Menschen besorgen ihnen immer neue Brutstaetten, vor allem durch Bewaesserung in der Landwirtschaft und neue Siedlungen. Die Quaelgeister brueten in jeder Art von stehendem Wasser, in Tuempeln und Wasserlachen, in alten Cola-Dosen oder herumliegenden Autoreifen, in offenen Schmutzwasserkanaelen und Tonnen fuer Waschwasser. Selbst in manchen Staedten und Doerfern herrscht an derartigen Brutplaetzen kein Mangel, sie verkommen zu mueckenverseuchten Quatieren, wenn das Umweltbewusstsein nicht sehr ausgepraegt ist. So wird beispielsweise die Muellbeseitigung in vielen Touristenzentren arg vernachlaessigt. Ähnlich wie die Muecken reagierten auch die Erreger. Das Arzneimittel Resochin galt jahrzehntelang als absolut sicherer Malaria-Killer. Aber von den vier verschiedenen ansteckenden Malariaarten ist der Urheber der Malaria tropica damit allein schon laengst nicht mehr zu schocken.

Wirkungsvolle Impfstoffe gegen Tropenkrankheiten gibt es kaum und sind auch nicht in Sicht. Auch die Therapie kennt keine umwaelzenden Fortschritte. Die Pharmaindustrie entwickelt zwar staendig neue Mittel, aber Fansidar und Lariam z.B. koennen starke Nebenwirkungen haben, und es gibt laengst wieder Erregerstaemme, die auf diese Medikamente pfeifen. Doch sollte man nicht ganz auf Vorbeugung verzichten nach dem Motto: Sie hat ohnehin keinen Sinn. Vorbeugung ist sicher problematisch, weil manche Ärzte befuerchten, dadurch werde die Abwehrkraft gegen andere Krankheiten geschwaecht. Die Malaria tropica kann toedlich enden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Aber nicht all ihre Erreger sind immun; selbst wenn man einen widerstandsfaehigen einfaengt, verlaeuft das Fieber meist harmloser, als wenn man nichts geschluckt hat. Und gegen die leichteren Malariaarten ist man allemal geschuetzt.

Bei Infektionen stellen sich Symtpome ein wie bei einer schweren Grippe:
Mattigkeit, Schweissausbrueche, hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Husten. Das fuehrt Ärzte zu Hause oft auf die falsche Spur. Man darf auch laenger zurueckliegende Tropenreisen nicht verschweigen und sollte auf Blutuntersuchungen bestehen, damit es keine Fehldiagnosen gibt, die bei Malaria, der Strafe der Goetter, wie man sie frueher verstand, fatale Folgen haben koennen. Eile kann lebensrettend sein, denn bei der Malaria tropica kommt es auf jede Stunde an. Treten die Symptome im Urlaub auf, sollte man sofort zum Arzt gehen. Es koennte Malaria sein! In Thailand ist die medizinische Versorgung auf hohem Standard gesichert. Zumindest in den Staedten und Touristenzentren fehlt es nicht an Ärzten, die europaeische Sprachen beherrschen, und kein Krankenhaus ist so mies, dass man es nicht ein paar Tage darin aushalten kann. Die WHO stellte waehrend eines Reisemonats fest, dass mehr als die Haelfte aller Touristen in tropischen Gefilden Probleme mit der Gesundheit hatte.

Doch soweit muss es nicht kommen. Dazu kann man entscheidend beitragen: An erster Stelle steht der Mueckenschutz: Die malariauebertragende weibliche Anopheles-Muecke sticht die ganze Nacht, besonders bei Daemmerung, Hoch-Zeit ihres Treibens. Man sollte sich nicht in kurzen Hosen und Roecken herumtummeln; dunkle Kleidung zieht die Biester an. Unbedeckte Haut sollte man mit mueckenabweisenden Mitteln, Repellentien, einreiben, unter Moskitonetzen schlafen, die mit Antimueckenstoffen impraegniert sind.

Vorbeugen ist besser als heilen. Die Anophelinen haben ein verraeterisches Hinterteil. Darum raet Dr. Laukamm-Josten vom Landesinstitut fuer Tropenmedizin in Berlin: "Schauen Sie sich im Zimmer um, bevor Sie schlafen gehen oder sich auf den Weg zum Strand machen. Wenn Sie Muecken sehen, die beim Sitzen das Hinterteil steil in die Luft strecken, haben Sie einen potentiellen Malaria-Übertraeger, naemlich die Anopheles-Muecke vor sich. Alle anderen Stechmuecken, die wie normale Stubenfliegen den Koerper horizontal halten, sind keine Malariamuecken." Eine kuriose Methode, mit Fliegenpatsche anwendbar!

Angler, als Lachsfischer in der Finnmark oder in Alaska gegen Stecher vorgewarnt, bevorzugen als Schutz gewiss den leichten Neoprenanzug mit Mueckenhut und –netz. Abends kippen sie lediglich drei Liter Schwitzwasser in den Spuelstein.
Scherz beiseite, nie vergessen: Trau keiner Grippe nach Tropenreisen! Der ehemalige Wirtschaftsminister Rexrodt machte diesen Fehler.

Informationen:
Chemoprophylaxe-Empfehlungen sind problematisch, weil es heute keine vorbeugenden Massnahmen mehr gibt, die sicheren Schutz bieten. Darum sollte man sich in erster Linie bei tropenmedizinischen Instituten erkundigen, weil der Hausarzt nie so informiert sein kann wie diese. Gerade bei Malaria kann sich der aktuelle Stand innerhalb kurzer Zeit aendern.

Beratungsstellen:
Berlin: Landesinstitut fuer Tropenmedizin; Dresden: Staedtisches Klinikum, Institut fuer Tropen- und Reisemedizin; Hamburg: Bernhard-Nocht-Institut fuer Tropenmedizin; Heidelberg: Klinikum der Universitaet, Institut fuer Tropenhygiene; Leibzig: Medizinisch-Polyklinisches Institut, Ambulanz fuer Tropenmedizin; Rostock: Polyklinik fuer Innere Medizin, Abteilung Tropenmedizin; Tuebingen: Institut fuer Tropenmedizin; Wuerzburg: Missionsaerztliche Klinik, Topenmedizinische Abteilung. Schriftliche Beratung gibt es auch vom Deutschen Gruenen Kreuz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg.

Neben Aktualitaet ist Individualitaet noetig, denn einzelne Laender und die WHO variieren in ihren Empfehlungen. Der Ratschlag des Arztes haengt von der Krankengeschichte des jeweiligen Reisenden, von Reiseland, Reisedauer, Resistenzen usw. ab.

 
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