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Sonnenkult in Siam

Sonnenkult in Siam
Von Heinz & Rainer Pollmeier

Ohne Sonne geht nichts, sie macht Leben erst moeglich. Aber wo Licht ist, gibt es Schattenseiten: Übertriebenes "Roesten" in der Tropensonne raecht sich.
Keine Sorge: Sie werden mit einem gepfefferten Sonnenbrand nicht in Bangkok als Ampel aufgestellt. Doch Vorsicht ist geboten. Unter einem gesunden Sonnenbad versteht man eine UV-Bestrahlung, bei der keine sichtbare Hautroetung auftritt. Lichtschutzmittel sollten 30 Minuten vor dem Bad aufgetragen werden. Das beliebte Vorbraeunen in Solarien erhoeht nicht den Eigenschutz der Haut. Nicht mehr als 50 Sonnenbaeder jaehrlich und Achtung bei Medikamenten wie z.B. Antibiotika! Sonnenbraende und gefaehrliche photoallergische Reaktionen koennen besonders schnell in der Tropensonne auftreten.
Aber es kann schlimmer kommen. Nicht ohne Grund lauten die Schlagzeilen grosser Magazine: "Heute rot, morgen tot" oder "Zellen in Panik". Hintergrund dieser Dramatisierung ist die Warnung der Ärzte vor den staendig steigenden Folgen exzessiven Besonnens: Hautkrebs.
Prof. Max Hundeiker, Dermatologe und aerztlicher Direktor der Fachklinik Hornheide bei Muenster sagt ueber die Ursachen des steigenden Handlungsbedarfs bei Hautkrebs: "Frueher trug man breitkrempige Huete - man denke an Goethe mit dem Kalabreser. Nach dem 1. Weltkrieg verschwand die Kopfbedeckung, kurze Ärmel, Roecke und Hosen wurden Mode. Damals begann die rasante Entwicklung des Sports und der Glaube, Sonne sei gesund. Ein bisschen Sonne braucht der Mensch ja, um Vitamin D zu machen. Dazu genuegt es, einmal ueber die Strasse zu gehen! Als meine Mutter 70 Jahre alt wurde, sah sie viel glatter aus als alle meine Schwestern mit 70 - denn in der entscheidenden Altersphase trug sie lange Roecke und breite Huete.

Was im Dritten Reich Muss war, wurde nach dem Krieg toerichte Mode: Mit dem Braungebrenne als Kult haeufen sich die Hautkrebse. Sie sind dem Sonnenkult mit der gleichen Zeitverzoegerung gefolgt wie die Lungenkrebse der Zunahme des Rauchens. Staendig steigende Solarexposition bedeutet in Zahlen: Plattenepithelkrebse der Haut uebertreffen bereits deutlich die Lungentumore, Basalzellkrebse liegen bei 100 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner per anno und an den malignen (boesartigen) Melanomen, die auch durch Sonnenstrahlen provoziert werden, sterben jaehrlich 1.500 Westdeutsche.
Das kurzwellige Ultraviolettlicht (UV-B) ist diewichtigste Geschwuelstursache an der Haut. Die langwelligen UV-A-Strahlen sind nicht unbedingt krebserregend, aber sie zerstoeren das elastische Gewebe der Haut. Waehrend UV-A-Strahlen nach einigen Jahren faltig und knitterig machen, treten UV-B-Schaeden erst nach Jahrzehnten auf. Die Ursache der Hautkrebse von heute liegt also im Durchschnitt 20 Jahre zurueck. Das Ozonloch hat mit diesen Tumoren aber noch nichts zu tun, es verstaerkt nur die Wirkung der UV-Strahlung, die man bei ausreichend langer Exposition auch sonst auf seinen Koerper bekommt."

Die Fachklinik Hornheide hilft den Betroffenen. Da die Tumore meist an den sichtbaren Hautpartien auftreten, sind sie gut zu behandeln: Fast alle Kranken koennen definitiv geheilt werden. "Bei uns wird nicht einfach operiert, bestrahlt, entlassen. Der ganz normale Klinik-Alltag findet nicht statt", sagt Prof. Max Hundeiker, aerztlicher Direktor der Fachklinik fuer Tumore, Tuberkulose und Wiederherstellung an Gesicht und Haut.. Schon waehrend der Behandlung werden die Patienten von Ärzten, Schwestern und Beschaeftigungstherapeuten ganzheitlich unterstuetzt, um den seelischen Absturz zu vermeiden. Gerhard Strittmatter, seit 16 Jahren fuer die psychologische Betreuung verantwortlich, ergaenzt: "Bereits beim Erstaufenthalt versuchen wir mit Menschen so zu sprechen, dass sie nicht nur wissen, welcher Schaden entsteht und welches Risiko bleibt, sondern auch, welche Moeglichkeiten bestehen, im Leben wieder voran zu kommen."
Die Patienten reagieren auf die genaue Diagnose erschuettert und konfrontieren sich mit dem Schlimmsten: Krebs, ich habe die Krankheit zum Tode. "Ob das realistisch ist oder nicht, spielt keine Rolle," sagt der Psychologe, "die Angst vor dem Weiterschreiten des Tumors belastet alle Patienten." 37% der Behandelten brauchen zusaetzliche psychologische Unterstuetzung, denn neben der Tumor-Angst bedruecken weitere Sorgen, koerperliche Beschwerden und Unsicherheit im Umgang mit Mitmenschen.

Das Konzept der behandlungsintegrierten Rehabilitation daempft die Belastungen, wirkt schon in der Klinik positiv auf die Lebensqualitaet und verbessert den Heilungsverlauf: Der Patient findet schnell in sein gewohntes Leben zurueck. "Die Stiftung Wohlfahrtspflege hat sehr richtig in einen Bereich investiert, der sich fuer den Menschen auszahlt und wirtschaftlich lohnt, denn die Verweildauer konnte gesenkt werden", sagt Gerhard Strittmatter. Auf der Reha-Station muss nicht von Krankenhaus zu Krankenhaus ueberwiesen werden, da alle wichtigen aerztlichen Fachbereiche vertreten sind. Die Mediziner setzen sich mit den Patienten zusammen, um gemeinsam die bestmoegliche Behandlung zu erarbeiten. "Der Patient entscheidet letztendlich ueber unsere Vorschlaege", betont Prof. Hundeiker. Auch Gerhard Strittmatter lehnt alles strikt ab, "was die Persoenlichkeit eines Patienten untergraebt." Er ist mit seinen Mitarbeitern staendig auf der Station praesent, um die stark belasteten Patienten aufzuspueren. Denn der Kranke ueberwindet Hemmschwellen nur, wenn er merkt, "der Psychologe gehoert zum Team; unauffaellig angebotene Hilfe wird leichter angenommene." In Hornheide wird auch nicht isoliert geforscht. Die enge Anbindung an die Klinik bringt erhebliche Vorteile: Die Wissenschaftler koennen die Forschung durch Gespraeche mit Therapeuten und Patienten vertiefen. "Wir sehen tagtaeglich, wofuer wir arbeiten," sagt Dr. Friedrich Otto. Mit seinen Kollegen wertet er das umfangreiche Datenmaterial aus und untersucht die biologischen Eigenschaften der Tumore. "Dabei konzentrieren wir uns auf das Machbare, damit die Patienten direkt von unserer Arbeit profitieren." Die Biologen entwickeln Verfahren, um die Boesartigkeit und das Metastasenrisiko von Tumoren - vor allem der aggressiven malignen Melanome - in einem fruehen Stadium zu bestimmen. Denn nur durch exakte Prognosen kann den Risikopatienten mit gezielter Therapie in Zukunft noch besser geholfen werden.

Nun wollen wir Ihnen keine Urlaubstraeume vermiesen, nur eindringlich warnen. Man muss sich ja nicht gerade in der Mittagssonne "braten". Sie wirkt mehrfach staerker als die Vormittags- oder Nachmittagssonne. Und die indirekte, also gestreute und reflektierende ultraviolette Strahlung der Mittagssonne braeunt die Haut im Schatten etwa genauso stark wie die direkte UV-Strahlung vor- oder nachmittags.
Man sollte Schutzbrillen tragen und Kosmetika moeglichst einige Stunden vor dem Sonnenbad entfernen. Wenn sich trotz aller Vorsichtsmassnahmen Entzuendungen oder Blasen bilden, muesste man schon einen Arzt aufsuchen. Thailand hat ein wohlorganisiertes medizinisches System. Sie finden nicht nur in Bangkok Ärzte, die Deutsch oder Englisch sprechen. Wir wuenschen am allerwenigsten, dass Ihnen dieses schoene Land nicht jederzeit in guter Erinnerung bleibt.

 
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