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Traditionelle thail.Sportarten (1)
Aus „Reisen in Thailand, Extra-Heft 93’ – bearbeitet von H. & R. Pollmeier

Der Sport war schon immer ein Bestandteil thailaendischer Kultur. Seit dem Beginn der Monarchie gibt es Sportarten, die bis heute nicht vergessen wurden. Ausserdem kamen neue hinzu, die modernen Formen der Erholung wie beispielsweise Golf, Tennis, Wasserski und Windsurfen.

Thai-Boxen wurde vor fuenf Jahrhunderten in der damaligen Hauptstadt Ayutthaya entwickelt, erfreut sich aber auch heutzutage einer so grossen Beliebtheit, dass Menschenmengen allabendlich die beiden Boxstadien in Bangkok fuellen. Was einmal eine Form der Selbstverteidigung war, unterscheidet sich ganz erheblich von der westlichen Art des Boxens: Beim Thai Boxen duerfen die Gegner fast jeden Teil des Koerpers, ausser den Kopf, als Waffe einsetzen. Die Fuesse, die gefaehrlichsten Werkzeuge, werden aber mit soviel Koennen‚ in Gang gebracht’, dass die Bewegungen in der Vielfalt der Angriffs- und Verteidigungsarten - zusammen mit der traditionellen Musik, die zu den Kaempfen gespielt wird - fast an einen Tanz erinnern. Die meist jungen, leichtgewichtigen Boxer zeigen durchweg eine Eleganz und Schlagkraft, der gegenueber sich das internationale (englische) Boxen fast primitiv ausnimmt, weil es sich nur auf die brutale Faust beschraenkt. Und der Schiedsrichter bricht einen Kampf grundsaetzlich ab, wenn Blut fliesst.

Langboot-Rennen sind ebenfalls seit alten Zeiten populaer, als noch die Wasserwege die einzigen Moeglichkeiten der Kommunikation und des Transportes waren. In zahlreichen Provinzen, u. a. Phichit, Narathiwat, Nakhon Ratchasima, Nan, Phitsanulok, Ayutthaya und Bangkok finden spektakulaere Rennen statt, normalerweise als Teil der Festlichkeiten, die zum Ende der Regenzeit gefeiert werden.

Das traditionelle Takro, eine Art Ballspiel, kann man im ganzen Land beobachten. Maenner und Jungen treffen sich dazu nach der Arbeit auf irgendeinem Platz, Feld oder Hinterhof. Es ist auch in Thailands Nachbarlaendern Nationalsport. Es erfordert rege Behendigkeit und sichere Koerperbeherrschung.
Zwei Mannschaften versuchen, einen leichten, geflochtenen Rattanball –Material aus den Stengeln bestimmter Rotangpalmen - so lange wie moeglich in der Luft zu halten und in einen, in betraechtlicher Hoehe angebrachten Korb zu befoerdern, ohne ihn mit der Hand zu beruehren. Man bewegt den Ball mit Kopf, Schultern oder Ellenbogen, mit den Faustruecken, den Knien, den Waden oder gar mit den Fusssohlen. Wenn Champions ihre phantastische Gewandtheit ausspielen, ist man gebannt.
Eine ernsthaftere Version ist das Takro lod huang - Ring-Takro . Hier spielen professionelle Teams gegeneinander; Wettkaempfe finden alljaehrlich auf dem Sanam Luang gleichzeitig mit den Drachenwettkaempfen statt. Eine weitere Version ist das Netz-Takro, das im Nationalstadion und im Hua Mak Stadion gespielt wird.

Ebenfalls ein historischer Sport ist der Drachenkampf, bei dem ein symbolischer Kampf der Geschlechter in der Luft stattfindet: Riesige "maennliche" Drachen, genannt Chula, kaempfen gegen die kleineren "weiblichen" Pakpao. Die Chulas muessen von einem Maennernteam gelenkt werden. Tausende von Fans feuern die Drachenkaempfer an. Diese bunten Spektakel finden von Februar bis Anfang Juni statt, weil dann an jedem Nachmittag Brisen aufkommen. (Diese Zusammenfassung wurde zum Teil aus www.reisecafe-premnitz.de/1000/Thailand/thai%20sport.htm vom Verlag uebernommen.)

 

Boxen à la Thai

Muay Thai oder Thai-Boxen ist nach wie vor der beliebteste Zuschauersport in Thailand. Er wird ausschliesslich von Profis betrieben und hat zur Entwicklung eines nicht unbedeutenden Geschaeftsbereichs gefuehrt. Zudem bietet Muay Thai den Thailaendern vielfaeltige Moeglichkeiten, ihrer Wettleidenschaft zu froenen. Nicht zuletzt aber ist Muay Thai ein Bestandteil der thailaendischen Tradition, die sich - mit einigen Veraenderungen - bis in die heutige Zeit erhalten hat.

Wenn Sie zum ersten Mal einen Kampf in Muay Thai sehen, werden Sie ueberzeugt sein, es handele sich um eine Sportart, bei der jedes Mittel erlaubt ist, um dem Gegner beizukommen. Es aehnelt in gewisser Weise dem franzoesischen ‚savate’ (Beinschlagen), bei dem auch mehr Gewandtheit als Kraft gefragt ist. Tatsaechlich ist im Vergleich zum vertrauten internationalen Boxen vieles erlaubt. Nicht nur die Faeuste dienen als Angriffs- und Verteidigungswaffe, sondern gleichermassen die Fuesse, Knie und Ellenbogen. Das Stossen mit den Knien und das Treten mit den Fuessen sind genauso zugelassen wie Hiebe nach dem Handgelenk oder auf die Arme.

Trotz dieser wesentlichen Unterschiede behaupten "Traditionalisten", Muay Thai habe bereits zu viel vom internationalen Boxen uebernommen und sei zu sehr "entschaerft" worden. Dabei beziehen sie sich auf einige Regelungen, die in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts eingefuehrt und dem internationalen Box-Reglement entlehnt wurden - und die bis zum heutigen Tag gelten.

Die Kampfzeit besteht seither aus fuenf Runden zu je drei Minuten und zweiminuetigen Pausen; sicherlich eine "Entschaerfung" angesichts der bis dahin geltenden Regel, der Kampf habe ohne Unterbrechung bis zum K.o. eines Kaempfers zu dauern. Ringabmessungen wurden vorgeschrieben und Gewichtsklassen eingefuehrt; die schweren Gewichtsklassen sind allerdings nur wenig besetzt, da die Mehrzahl der Muay Thai-Boxer Fliegen- und Bantamgewichte sind. Das Tragen von Sechs-Unzen-Boxhandschuhen wurde verbindlich; das kam einer Einschraenkung von Angriffs- und Abwehrmassnahmen gleich, die vormals mit den lediglich lederumwickelten Faeusten und Haenden moeglich waren. Die Boxer kaempfen aber mit nackten Fuessen, die bandagiert sind.

 

Jedem Muay Thai-Kampf geht ein Ritual voraus, eine von Musik begleitete, ballettaehnliche Abfolge von Gebeten, Gesten und Kampfpantomimen. Zunaechst kniet der Boxer im Ring nieder, bedeckt sein Gesicht mit den Boxhandschuhen und beugt sich mehrere Male zum Ringboden nieder. Nach diesem Teil des Rituals, der eine Huldigung an den Lehrer oder Trainer bedeutet (wai kruh), beginnt der Boxtanz oder "ram muay". Dabei handelt es sich nicht um eine Art "Aufwaermen" fuer den bevorstehenden Kampf, sondern vielmehr um das Bemuehen des Kaempfers, die boesen Geister aus dem Ringgeviert zu verbannen und die Kampfstaette mit der eigenen Aura zu fuellen.

Der Boxtanz wird in verschiedenen Variationen ausgefuehrt, aus denen sich fuer den Fachmann des Muay Thai Herkunft des Boxers und Handschrift des Trainers erkennen lassen. So mag der Kaempfer im Ring herumgehen, seine Hand an den Ringseilen entlanggleiten lassen, in den vier Ecken jeweils verharren und durch Aufstampfen mit den Fuessen seiner Anwesenheit im Ring Nachdruck verleihen. Oder er kann auf sein rechtes Knie niedergehen, mit den Armen kreisende Bewegungen ausfuehren und den gleichen Bewegungsablauf mit Blick zu den uebrigen Himmelsrichtungen wiederholen. Oder aber der Boxer bekaempft in jeder Ringecke in verlangsamter Form einen unsichtbaren Feind. Oftmals tragen die Kaempfer um den Bizeps ein Band oder Amulett, dem magische Kraefte beigemessen werden und das die Beschwoerungen des Boxtanzes unterstuetzt.

 

Waehrend des gesamten Vorkampf-Rituals tragen die Kaempfer den "mongkon", eine um den Kopf gelegte fingerdicke Kordel. Diese "Krone" ist Eigentum des Lehrers oder Trainers und unterstreicht die besondere Bedeutung, die im Muay Thai dem Verhaeltnis zwischen Kaempfer und Trainer zukommt. Die Gegner umarmen sich, bevor sie sich miteinander messen.

Bevor ein junger Mann zum Muay Thai-Boxer wird, muss er von einem Trainer oder Lehrer angenommen werden und Faehigkeit zu Disziplin und koerperliche Fitness vorweisen. Die Aufnahme in die Familie der Muay Thai-Boxer findet im Rahmen einer buddhistischen Zeremonie statt, in der die Novizen ihren Lehrern unbedingten Gehorsam geloben und sich verpflichten, die Lehren und Traditionen in Ehren zu halten. Der Lehrer oder Trainer wird zur Vaterfigur fuer den Kaempfer.
Ein jeder Muay Thai-Boxer gehoert einem Camp oder "Stall" an, in dem er unter Aufsicht des Lehrers trainiert und lebt. Unter den Tausenden von Box-Camps gibt es viele, die aus Hinterhoefen mit einfachstem Trainingsgeraet bestehen, und nur wenige, die den landlaeufigen Vorstellungen eines Trainingszentrums entsprechen. Im Muay Thai gibt es keinen nationalen Boxverband. In und ausserhalb Bangkoks werden Kaempfe von verschiedenen Verbaenden organisiert, die jeweils ihre eigenen Boxarenen unterhalten. Die beiden bekanntesten Boxringe und gleichzeitig die Hochburgen des Muay Thai sind im Lumpini-Stadion und Rajdamnoen-Stadion in Bangkok. Ziel eines Muay Thai-Boxers ist es, in den Ranglisten eines der beiden Stadien gefuehrt zu werden und zum Champion seiner Gewichtsklasse aufzusteigen. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass ein Boxer in beiden Stadien kaempft, dann aber meistens unter verschiedenen Namen und in unterschiedlichen Gewichtsklassen. Im uebrigen besteht jede Boxveranstaltung aus acht Kaempfen; im fuenften Kampf treten die bekanntesten Champions an.


Alle Boxer sind Profis und sei die "Boerse" auch noch so gering. Es waere geradezu masochistisch, "umsonst" in den Ring zu klettern und zu wissen, dass man mit einiger Sicherheit Verletzungen davontragen wird. Dieses Risiko, zwar durch die "Entschaerfungen" etwas gemindert, ist nach wie vor als erheblich einzuschaetzen, wenn man die verschiedenen Kampftechniken betrachtet.
Ein Fusstritt gegen das Kinn oder die Magengrube befoerdert den Gegner ebenso auf die Matte wie eine gerade Rechte oder ein innhaken. Aber das "Markenzeichen" des Muay Thai ist der aus der Distanz angesetzte Fusskick, am wirkungsvollsten gegen den Kopf, in den Nacken und an die Nieren sowie an die Beine des Gegners. Auf kurze Distanz und im Nahkampf werden vor allem die Ellenbogen und Knie eingesetzt. Eine typische Kampfweise besteht im (erlaubten) Umklammern des Kopfes oder Nackens des Gegners und einem Kniekick an das gegnerische Kinn oder Gesicht. Der Genitalbereich ist kein bevorzugtes Angriffsziel, da - wegen eines Metallschutzes - eine solche Attacke dem Angreifer mehr Schmerzen zufuegen wuerde als dem Verteidiger. Im uebrigen werden alle aus dem internationalen Boxen bekannten Faustschlagarten wie Gerade, Schwinger, Haken, Uppercut usw. im Muay Thai angewandt.

Da Muay Thai vor allem eine na-tionale Sportart ist, mussten zum internationalen Vergleich Vertreter anderer Arten edler Selbstverteidigung herhalten. Ringer, Judoka, Karate- und Taekwando-Kaempfer sowie japanische Kickboxer haben ihr Glueck versucht: Siegreich hat jedoch kaum einer von ihnen den Ring verlassen; in der Mehrzahl aller Faelle fanden die Kaempfe ein rasches, vorzeitiges Ende.

 

Muay Thai-Kaempfe sind taeglich in einem der beiden grossen Boxstadien Bangkoks zu sehen, in den Provinzen vor allem an den Wochenenden. Die Amphitheater in Bangkok, das Rajadamnoen- und das Lumpini-Stadion, haben nichts Besonderes an sich. Doch die Liebhaber dieses Sports kennen jeden Boxer, schliessen Wetten auf ihre Favoriten ab und verfolgen die Kaempfe mit leidenschaftlicher Begeisterung. Natuerlich erhoeht die Art, wie die Kaempfe in Szene gesetzt werden, das Interesse an den Schauspielen. So untermalen kleine Orchester, bestehend aus trompetenaehnlichen Instrumenten, Trommeln und winzigen Zimbeln, den wechselnden Ablauf des Kampfes, waehrend die Zuschauer ihren Boxer anfeuern.
Die Kaempfe kann man am besten von einem der unteren Plaetze dicht am Ring verfolgen, erregender ist es aber, sich in den oberen Raengen unter’s Volk zu mischen. Wer nicht zu nahe am Geschehen sein will, kann sonnabends und sonntags das Fernsehgeraet einschalten. Kanal 7 uebertraegt insgesamt 8 Stunden Muay Thai.

Weitere Informationen:
www.thailand-interaktiv.de
www.thaiboxclubsingen.de/nav.htm - Ganz ausfuehrlich!
http://www.floatingmarket.de/thailand_kultur_sport_muay_thai_boxen.htm
Daraus ein Zitat:
„Von Koenig Naresuen wird in einer alten Überlieferung berichtet, dass er sich im Jahre 1560 aus der harten burmesischen Gefangenschaft nur befreien konnte, indem er die besten Kaempfer der Burmesen bezwang. Auf diese Begebenheit beruft sich auch heute noch das Thai-Boxen. Urspruenglich galt es als eine Art der Selbstverteidigung, die sogar von den Moenchen in den Kloestern gelehrt wurde. Die wesentlichen Elemente und Einfluesse kamen vermutlich aus China.“

Fortsetzung folgt ...

 
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