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Hautnah!
Südostasien mit dem Mietwagen
Suedostasien mit dem Mietwagen
Von H. & R. Pollmeier

 

Autofahren in Asien: Ein riesiges Stoppschild von Vorurteilen und Klischees! Reiseinformationen wirken eher abstossend als werbend. Vor dem Abenteuer Strasse wird gewarnt wie vor einem Horrortrip.

Ein ideales Terrain fuer erste Versuche, Asien mit dem Wagen auf eigene Faust zu entdecken, sind Thailand und Malaysia. Denn auf dem indischen Subkontinent und in Indonesien werden fast nur Autos mit Fahrer vermietet. Bei angemessenem Trinkgeld raeumen sie allerdings viele Unannehmlichkeiten individuellen Reisens aus. In Vietnam ueberlaesst man einheimischen Fahrern gern die Strapazen katastophaler Strassenverhaeltnisse, Burma, Laos und Kambodscha bieten kaum Selbstfahrmoeglichkeiten. In Hong Kong und Singapur sind Mietwagen Luxus - dank vorbildlicher oeffentlicher Verkehrsmittel. Gerade in Thailand, Asiens Urlaubsland Nr. 1, kann man sein Programm mit dem Mietwagen individuell gestalten, frei und flexibel sein.

Thais und Malaien bewerten den Tourismus als besten Devisenbringer positiv trotz seiner oekologischen und sozialen Nebenwirkungen. Im Jahr 2000 zaehlte Thailand rd. 8 Mio. Ferntouristen, meist Individualreisende. Die Thais selbst sind ein reisefreudiges Voelkchen und lieben Wochenendtrips. Das macht Bangkok an diesen Tagen relativ verkehrsarm. Eine moderne Hotel- und Infrastruktur bietet problemlose Reisemoeglichkeiten in alle Teile des Landes. Haelt man sich an einige wichtige Regeln, ist es nicht schwierig, beide Laender mit dem Mietwagen zu bereisen. Praktische Tips am Beispiel Thailand erleichtern den Einstieg.

Gut ausgebautes Strassennetz
Siam hat mehr als 20 000 km gut ausgebauter Fernstrassen und schnell wachsende Autobahnen von Bangkok aus in alle Himmelsrichtungen. Waren die Strassen frueher wie die Eisenbahnen auf die Hauptstadt ausgerichtet, bestehen heute gute Querverbindungen zwischen den einzelnen Regionen. Schotterpisten sind Ausnahmen, Jeeps und Allradautos durchweg nicht erforderlich. Das Strassennetz im Ballungsraum Bangkok ist autobahnmaessig ausgebaut, die Metropole wird von mehreren Stadtautobahnen durchzogen. Kontrollen finden regelmaessig und haeufig statt. Thailand hat ein gutes Tankstellennetz, in abgelegenen Regionen kann man zur Not aus Faessern tanken. Benzin und Diesel sind im Vergleich zu hiesigen Preisen billig. Bei der sparsamen Beschilderung der Strassen mit fuer Europaeer lesbaren Buchstaben ist es nuetzlich, bei Auskuenften auf die Highway Map in Thai zurueckgreifen zu koennen. Der Atlas enthaelt auch ausgezeichnete Stadtplaene. Die Verkehrszeichen sind uebersichtlich und verstaendlich, kein Schilderwald verstellt die Landschaft. Steht aber vor einer Kurve eine Geschwindigkeitsbegrenzung, meinen die Thais, was sie anzeigen.

Harmonie beim Autofahren
In Thailand arbeitende Europaeer setzen sich wie selbstverstaendlich hinter das Steuer. Der Linksverkehr ist kein Problem. Nur Fahrweise und -verhalten der Thais bereiten dem Anfaenger Schwierigkeiten. Man sollte sich vor der Reise ein wenig mit den Menschen des Gastlandes auseinandersetzen: Mentalitaet, soziale Regeln und Religion. Konflikte werden moeglichst vermieden, Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit gescheut. Wer Ärger zeigt - es mag fuer einen Touristen gerade noch angehen - verliert sein Gesicht. Wer unvorsichtig mit den Haenden umgeht, ausfaellig wird, gar den Vogel weist, der lebt gefaehrlich, weil menschliche Unbeherrschtheit den Zorn der Goetter hervorruft. Übertraegt man diese Tendenzen - es waere vermessen, die Geisteshaltung der Thais mit wenigen Worten zu charakterisieren - auf das Autofahren, hat der Europaeer das Wesentliche begriffen: Aggressives Verhalten kann ein toedlicher Fehler sein. Harmonie ist ein Grundstreben im thailaendischen Leben, auch im Strassenverkehr. Je eher man sich dem thailaendischen Fahrstil anpasst, desto mehr Spass macht er. "Der schlimmste Gesichtsverlust fuer einen Autofahrer", sagt ein seit Jahren in Bangkok lebender deutscher Geschaeftsmann, "ist der strafende Blick eines anderen Verkehrsteilnehmers. Aber mit der explosiven Motorisierung verrohen die Sitten."

In Bangkok faehrt man natuerlich anders als auf dem Lande: Wie in jeder Weltstadt um seinen Vorteil bemueht, zentimetergenau mit verblueffendem Augenmass. Lassen Sie sich nicht vom angeblichen Chaos abschrecken! Autofahren in der Metropole ist eher frustrierend als gefaehrlich. Man fuehlt sich eingeengt, aber sicher. Es ist aeusserst wichtig, auf kleinste Handzeichen und Fingerbewegungen zu achten. Blickt man von einer Fussgaengerbruecke auf die mehrspurige Sukhumvit, meint man, sich nie aus einer Soi (Nebenstrasse) einfaedeln zu koennen. Aber man schiebt sich gelassen Zentimeter um Zentimeter auf die erste Fahrspur und mogelt sich zielstrebig, aber sanft ein, bis notgedrungen eine Passage freigegeben wird. Das ist landesueblich und man nimmt keineswegs ruppig die Vorfahrt. In den Stosszeiten ist der Autoverkehr im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Lassen Sie einmal in den rush hours den Pestatem des Molochs in einem Tuk Tuk, eingeklemmt zwischen Omnibussen, auf sich einwirken, Sie steigen garantiert mit der gesamten neuen Seidengarderobe unter die Dusche.

Die Sukhumvit liegt ohnehin verkehrsguenstig, ist vom Flugplatz aus ueber den Expressway schnell zu erreichen und bietet Mietwagenfahrern durch den Autobahnanschluss guenstige Ausfallmoeglichkeiten, so dass man sich nicht muehsam durch Bangkok quaelen muss. Wer das scheut, laesst den Leihwagen zum Hotel bringen, gibt dem Fahrer ein Trinkgeld und einige Baht fuer die Rueckfahrt und wird zu jedem gewuenschten Punkt kutschiert, von dem aus er sich selbst zurechtfinden will. Fahren Sie nie an einem Freitagnachmittag aus Bangkok hinaus oder an einem Sonntag zurueck: Wochenendpendler verursachen kilometerlange Stop-and-go-Schlangen!

Vorfahrt fuer Busse und Wasserbueffel
Aber Bangkok ist nicht Thailand. Auf dem Lande laesst die Verkehrsdichte erheblich nach. Autofahren wird zum Genuss, wenn man einige Verhaltensweisen beherzigt, die nicht strikt Verkehrsregeln sein muessen: Busse und Lastwagen haben immer Vorfahrt! Busfahrer sind oft verkappte Rennfahrer, aggressiv aus Zeitdruck, aus Konkurrenzverhalten. Man muss das einfach hinnehmen, Abstand halten, ausweichen - Platz genug ist meist neben der Asphaltdecke. Eine Zeichensprache ueber Blinker von Lkw- zu Pkw-Fahrern ist ueblich, aber nicht immer verlaesslich. Linkes Blinken bedeutet: Überholen moeglich, rechtes: "Ich lege selbst los!" beide Blinker gleichzeitig: Gefahr im Verzuge oder Gegenverkehr. Deutsche Rechthaberei nuetzt gar nichts, Licht- und Autohupe kann man vergessen. Bei mehrspurigen Fahrbahnen wird auf allen Seiten ueberholt, die kleinste Luecke blechnah ausgenutzt. Auch die Tierwelt bemaechtigt sich gewisser Rechte im Strassenverkehr: Kuehe, Wasserbueffel, dann und wann ein Elefant, Enten, Huehner wollen beachtet sein. Und die Kinder! Die Thais sind kinderlieb wie die Italiener. Sie werden umsorgt, denn sie sind die einzige Stuetze der Eltern im Alter. Vorsicht ist selbstverstaendlich, wo Kinder auftauchen koennten.

In Bangkok herrscht ein harter Wettbewerb unter den Autovermietern. Neben internationalen weist das Branchenverzeichnis viele lokale, vertrauenswuerdige Verleihfirmen aus, die in der Preisgestaltung wesentlich entgegenkommender sind als Grossfirmen. Bei der Anmietung eines Fahrzeuges - internationaler Fuehrerschein und Pass genuegen - darf man sich nicht unter Zeitdruck setzen und muss die Konkurrenz ausspielen. Wer einem Vermieter ueber Jahre treu bleibt, kann Preise aushandeln, von denen man in Europa nur zu traeumen wagt.

Die Zuverlaessigkeit der Fahrzeuge wird am besten durch eine Probefahrt getestet. Achten Sie auch auf Kleinigkeiten und inspizieren Sie den Reservereifen! Seit dem 1.1.94 gibt es eine gesetzliche Haftpflichtversicherung, aber ein Restrisiko bleibt, weil die Thais die Neuregelung nur zoegernd annehmen. Fuer 2.000 Baht Hinterlegung kann man eine Kaskoversicherung abschliessen. Kreditkartenfirmen bieten Kraftfahrzeug-Reisehaftpflichtversicherungen fuer Mietfahrzeuge an; man sollte genau pruefen, ob sie 'weltweit' gueltig sind, bevor man auf zusaetzliche Sicherheit setzt. Ob das System funktioniert, wie Werbe- und Versicherungsmanager sich das in Europa vorstellen, ist fraglich.

Ruhe bewahren und laecheln
Handeln gehoert zum Einkaufen, zum Taxi-, Tuk Tuk- oder Bootfahren, der Hotelpreis wird ausgehandelt, der Mietpreis fuer den Wagen usw. Es ist empfehlenswert, den Preis immer vorher zu vereinbaren. Der Einheimische weiss natuerlich, wieviel etwas kosten darf. Der Tourist sollte sich vorher informieren oder abwaegen, wieviel ihm eine Sache wert ist - er wird immer ein paar Baht mehr auf den Tisch legen, sollte sich aber nie betrogen fuehlen. Und wie gesagt: Europaeische Hektik verdirbt den Genuss - im Umgang mit den Thais, am Handeln, beim Essen und nicht zuletzt beim Autofahren. Ein wenig "sanuk" (Lebensfreude) sollte in allen Taetigkeiten mitschwingen. Wer im Innersten nicht bereit ist, geschwind die besondere deutsche Lebensweise abzuschuetteln, muss seine Asienambitionen grundsaetzlich ueberdenken, denn er wird nicht nur beim Autofahren Ärger bekommen.

Kleine Unregelmaessigkeiten ereignen sich immer im Strassenverkehr. Ein Laecheln hilft, Konflikte zu vermeiden, Verlegenheit zu zeigen, um sich zu entschuldigen. Oft bewirkt die Redewendung "Mai pen rai" wahre Wunder, entspannt eine konfliktgeladene Atmosphaere. Sie ist schwer zu uebersetzen und bedeutet etwa: Halb so schlimm, was soll's oder macht nichts - ein Symbol fuer buddhistische Lebensweisheit und die Toleranz der Thais. Die komplizierte thailaendische Grussform, den Wai, sollte man sich fuer ernste Faelle vorbehalten. Auch unvollkommen gehandhabt hemmt er bei einem Unfall mit Personenschaeden Aggressionen.

Die Polizei gnaedig stimmen
Wenn man eine rote Ampel ueberfahren oder die zulaessige Hoechstgeschwindigkeit ueberschritten hat, ist ein Schutzmann schnell zur Stelle. Man darf nicht generell unterstellen, die Polizei sei bestechlich. Wo der staatlich festgelegte Mindestlohn etwa 10 DM pro Tag betraegt, gelten andere Gesetze als in Europa. Der Ordnungshueter wird den Internationalen Fuehrerschein - man zeigt zunaechst immer das aelteste Dokument - ueberpruefen, den Mietvertrag einsehen. Falls er nicht zufrieden ist, ja dann ... , dann muss man sich daran erinnern, dass Geduld neben der Hoeflichkeit eine der wichtigsten Tugenden ist; man muss weit ausholen auf ein imaginaeres Ziel hin. Der Polizist wuerde es von sich aus nie in Baht ausdruecken, steuert es aber instinktiv an. Dann muss man seine Fehler einsehen, beteuern, man wolle als Gast im Land keinen Ärger bereiten und in Zukunft umsichtiger sein, darlegen, dass man in Europa fuer sein Fehlverhalten eine Strafe bezahlen muesste, dass man ... etwa - je nach Schwere des Falles - an 50, 100 oder gar 200 Baht gedacht habe. Zwischendurch gelassen ein Paeckchen Zigaretten anbieten, die auch Nichtraucher - Prinzipien sind in Asien selten von Nutzen - immer zur Hand haben sollten! Die Gespraeche erfordern viel Feingefuehl, aber wer wagt es, diesen diffizilen Vorgang - hoeflich, unbuerokratisch, vorteilhaft, folgenlos und zufriedenstellend fuer beide Partner - nach europaeischen Begriffen als Bestechung blosszustellen?
Wenn das Laecheln des Schutzmannes strahlend aufleuchtet, dann hat man das imaginaere Ziel erreicht und setzt es blitzschnell in Baht um, bis sich seine Hand schliesst und er den Übeltaeter in den fliessenden Verkehr einwinkt.

In den Tropen bricht die Dunkelheit sehr schnell herein. Man sollte sich immer rechtzeitig um ein Quartier bemuehen; Fahren und Suchen in der Nacht ist fuer den Anfaenger wirklich problematisch. Einige Baht befreien aus solchen Situationen: Man laesst ein Tuk Tuk oder Taxi zum Hotel seiner Wahl vorfahren. Auch Profis meiden die Naechte, denn der Lastkrafwagenverkehr rollt in endlosen Truck-Kolonnen durch das Land - oft ohne Licht.

Wer moechte nicht zum Schluss der Reise den thailaendischen Fuehrerschein erwerben? Er koennte ein sicheres Gefuehl vermitteln, wenn man sich auf deutsche Autobahnen zurueckwagt.

 
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