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Hautnah!
Unbekanntes Thailand
Unbekanntes Thailand
Von Heinz & Rainer Pollmeier

Lang, sehr lang und meist schnurgerade zieht sich der Friendship Highway Nr. 2 durch die Hochebene. Der Carolla schnurrt vergnuegt vor sich hin und wird die ca. 600 km von Bangkok bis Ban Chiang spielend schaffen. Sprit ist mit einem Drittel unserer heimischen Preise spottbillig und die Gebuehr fuer den Mietwagen verringert sich um jede weitere Woche, wenn man handeln kann. Ein Grund, einmal den unbekannten Norden und Nordosten Thailands zu bereisen.

Es ist ruhig geworden um Ban Chiang, einer 'Wiege der Zivilisation'. Die Zeit des Booms ist vorbei und Sensationen sind keine mehr. Das unscheinbare, aber schmucke Dorf schrieb Weltgeschichte, und der Ruhm hat sich wohl ein wenig in Wohlstand verwandelt. Erinnern wir uns:

Eine Totenstadt wird ausgeraubt. Im Juli 1966 fand der Soziologiestudent Stephen Young durch Zufall bei Strassenbauarbeiten einige Scherben und verzierte Tongefaesse. Aber erst 1972 verbot die thailaendische Regierung, "archaeologische Funde aus den Provinzen Udornthani und Sakonnokorn zu beschaedigen und zu entwenden" - ohne Erfolg. Denn nie in der Vergangenheit sicherte ein Gesetz den Verbleib von Kunstschaetzen im Ursprungsland. Wer sich bis jetzt in und um Ban Chiang noch nicht am Ausverkauf beteiligt hatte, barg die "Goldschaetze" unter seiner Huette.

Spekulanten und Antiquitaetenhaendler, Kaufleute, Diplomaten und Touristen stroemten in das Dorf und luchsten den Einwohnern die Schaetze ab. Ban Chiang glich einer Kraterlandschaft und wurde buchstaeblich auf den Kopf gestellt. Als schliesslich das Fine-Art-Department genauso stuemperhaft wie die Dorfbewohner das Erdreich durchwuehlte, boomte der Handel. Aus Raffgier wurden die Grabstaetten schmaehlich gepluendert und die Fundstuecke in die weltweite Antiquitaetenboerse eingeschleust.

1974 begannen endlich die groessten, je in Suedostasien durchgefuehrten wissenschaftlichen Ausgrabungen. Schicht um Schicht arbeitete man sich in unberuehrtem Gelaende vom Atomzeitalter ueber die Eisen- und Bronze- bis in die fast fuenf Meter tief liegende Steinzeit vor. Die Sensation war eine Speerspitze aus Bronze - nicht aus Stein - die um 3600 vor Christus gefertigt wurde. Nicht nur im Vorderen Orient, auch in Hinterasasien lag eine Wiege der Zivilisation. Heute steht zweifelsohne fest, an der erhoehten Stelle des Dorfes Ban Chiang hat von etwa 4 000 v. Chr. bis 200 n. Chr. ein Volk von einzigartig hohem Kulturstand gelebt. Die Siedler bauten Reis an, zuechteten Rinder, Schweine und Huehner, benutzten etwa ab 3 600 v. Chr. in Sandsteinformen gegossene Bronzewerkzeuge und arbeiteten ab 1 600 v. Chr. mit Eisen. Sie wirkten in laendlich-friedvoller Gemeinschaft - ganz anders als die Bronzezeit-Bewohner im Nahen Osten, die staedtisch und militaerisch ausgerichtet waren.

Die meisten Touristen scheuen den weiten Weg in den Nordosten, denn sie finden die schoensten Ban Chiang-Keramiken mitten in Bangkok im Suan Pakkard-Palast der Prinzessin Panthip Chumphot und im Nationalmuseum. In Ban Chiang selbst kann man eine ueberdachte Ausgrabungsstaette auf dem Gelaende des Wat Po Sri Nai besichtigen: Auf verschiedenen Ebenen ruhen die Keramiken, Tier- und Menschenskelette an ihrem urspruenglichen Platz. Und in dem hervorragendem Museum ist die Ausstellung "Ban Chiang: Discovery of a Lost Bronze Age" untergebracht, die 1984/85 in den USA fuer weltweites Aufsehen sorgte. Sie machte Thailand noch liebenswerter, als es ohnehin ist.

Zielgebiet fuer Hobbyisten
Von Ban Chiang aus erschliesst sich ein riesiges, ziemlich unbekanntes und recht urspruengliches 'Urlaubs'gebiet. Es reizen weniger die spektakulaeren Ereignisse und Baudenkmaeler, sondern dieser Teil Siams ist ein Gebiet fuer Individualisten, die sich vom thailaendischen Leben faszinieren lassen.

Ein Abstecher nach Sakhon Nakhon wird beispielsweise jeden Angler in seinen Bann ziehen. Steht in Thailand ohnehin Fisch in jeder Pfuetze, herrscht in dieser lebendigen und abwechselungsreichen Provinz wahrlich kein Wassermangel. Neben dem natuerlichen See 'Nong Han' (3.200 ha) direkt bei der Stadt liegen in geringer Entfernung drei kuenstliche: 'Nam Un', 'Nam Phung' und, ein wenig weiter, ''Lam Pao' noerdlich von Kalasin. Wo man zu Hause aus der zweiten Reihe fischen muss, erschliessen sich hier einem einzelnen Angler ungestoert riesige Wasserflaechen. Wer einheimischen Koedern nicht traut oder nicht weiss, wie er sie erlangen soll, fuehrt von daheim einen kleinen Vorrat an kuenstlichen Koedern, Biomaden, -wuermern, Angelmais und Boilies mit. Kein besonders hinderliches Gepaeck auf langer Reise! Fast alle europaeischen Angelmethoden sind unbekannt, treffen auf 'jungfraeuliches' Terrain und stiften garantiert Verwirrung unter der verdutzten Fischwelt. Aber auch eine Bootsfahrt mit einheimischen Berufsfischern laesst sich ohne weiteres arrangieren.

Wandern und Radfahren sind andere Beispiele; oder einfach mit dem Wagen von Nakhon Phanom ganz am Mae Nam Khong entlangbummeln, bleiben, wo sich annehmbare Übernachtungsmoeglichkeiten bieten, sich auf die Flussfischrei einlassen oder auf eine Bootsfahrt, auch ohne grosse Formalitaeten mit Ausfluegen nach Laos. Und immer wieder den Urwald betrachten, der sich, noch, kilometerlang an der anderen Seite des Mekong entlangzieht. Im quicklebendigen Nong Khai kann man laenger verweilen, guenstig Silberschmuck und Seidenstoffe, aber vor allem Waren aus Vietnam und China erstehen. Thailands Ausrichtung auf die nordoestlichen Nachbarn spuert man hier hautnah, Ausfluege nach Vientiane sind kein unueberwindbares Problem mehr. So vergehen drei/vier Wochen wie im Fluge.

Luxus und Einsamkeit
Reisen auf eigene Faust mit dem Mietwagen ist viel wirtschaftlicher, als 'gemolkene' Pauschalurlauber ahnen. Liegt der Profit thailaendischer Reisebueros mit 10 Prozent weit unter den Gewinnspannen sogenannter europaeischer Billiganbieter, kann man bei Hotelbuchungen ueber thailaendische Reisebueros weitere Kosten sparen. Durchweg gewaehren Luxushotels ohnehin Rabatt. Zum qualifizierten Handeln braucht man neben dem Laecheln keine besondere Psychologie, sondern nur einfach solide Kenntnis der Marktpreise und Angebotssituation. Fixpunkte europaeischer Anbieteter sind unerlaesslich; so wird man nach kurzer Zeit feststellen, dass man weitaus billiger im Luxushotel wohnen kann als der 'Neckermann' nebenan.

Ein Beispiel: In Phrae, der uralten Koenigsstadt , etwa 200 km suedlich von Chinag Mai, liegt am Rande der Neustadt das Maeyon Palace Hotel mit allem erdenklichen Komfort. Es war sozusagen leer. Ein freundliches Laecheln, ein Blick auf das volle Schluesselbrett, ein Zoegern bei der Zusage fuer eine Woche usw. brachten einen Rabatt von 60 Prozent. Ein Wagen verleiht halt 'Gesicht' in Asien, und wenn es beim ersten Hotel nicht klappt, weiterfahren, denn man ist ja voellig ungebunden! Das ist kein Einzelfall, nur weil die Stadt vom Tourismus unentdeckt ist.

Die beschauliche Altstadt ist wie geschaffen fuer Muessiggang und Einkaufsbummel, die vielen Holzhaeuser werden noch von Wall und Graben umschlossen, die Wats innerhalb und vor den Befestigungen zeigen starke laotische und burmesische Einfluesse. Im Museum neben dem praechtigen Wat Luang kann man unter den Antiquitaeten Faustkeile aus der Steinzeit, alte Buddha-Statuen im Chiang-Saen-Stil und Palmblattbuecher bewundern. Ein alter Webstuhl erinnert unwillkuerlich daran, dass Phrae unter kambodschanischer Herrschaft Wiang Kosai hiess, das Seidentuch.

Auf einer Tour nach Nan erreicht man rechts abzweigend von dem H 101 ueber den H 1134 Muang Phi, die Geisterstadt, die heute noch unbewohnt ist. Im Erosionstal, dem bescheidenen 'Grand Canyon' von Phrae, trifft man auf eine bizarre Gruppe von Lehmpilzen, die mit einer Lavakappe bedeckt sind - in der kurzen Daemmerung tatsaechlich ausschauend wie zu Salzsaeulen erstarrte Menschen und Tiere.

Nan ist ein Leckerbissen fuer jeden Kunstkenner und Ausgangspunkt fuer zahlreiche Ausfluege in lieblicher Landschaft; ein weiteres Erosionstal liegt beispielsweise bei Na Noi. Aber wir wollen den Reisefuehrern keine Arbeit abnehmen. Achille Clarac beschreibt die Altertuemer immer noch am besten. "Und die Angler ?", ruft mein Sohn mir am Computer zu. Natuerlich, von Na Noi kann man bei trockenem Wetter ueber Na Mun zum Sirikit-Staudamm fahren und sogar bei den Fischern uebernachten. Aber den Angeltip sollten nur ernsthafte Fans wahrnehmen. Sie wissen doch: Der Redakteur einer Angelzeitschrift hat nur Fisch im Kopf - auch im tiefsten Thailand!

Thailandtipps bedankt sich herzlichst fuer diesen Beitrag!!!

 
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