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Hautnah!
Die Trends im Tourismus

Trends im Tourismus
Von Heinz & Rainer Pollmeier

Tourist ist jeder, der auf Reisen geht und dies nicht aus beruflichen oder familiaeren Gruenden tut. Aber mit dieser Tatsache kann man sich bei Mitreisenden ganz schoen unbeliebt machen. Warum eigentlich?

Halten wir zunaechst fest: Jeder verfaellt der Werbung. "Die Werbung verkauft keine Produkte, sondern ein verfaelschtes und hypnotisierendes Gluecksmodell. Man muss die breite Öffentlichkeit mit einem Lebensmodell blenden...", sagt der Photograph Oliviero Toscani, der nicht nur mit seinen Benetton-Bildern provoziert. Er sollte es wissen.

Wenn wir also in einem fliegenden Ohrensessel entschweben und ohne Verspaetung frisch rasiert am anderen Ende der Welt ankommen, ging's mit LTU "ab in den 7. Himmel" oder nach dem verheissungsvollen Motto: "Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben. Wir fliegen Sie jeden Tag hin." Alles wie gehabt und keiner sollte sich wundern, dass das Geschaeft mit den angeblich "schoensten Wochen des Jahres" laengst zur Ware geworden ist wie Kaffee oder Bananen.
Pauschalreisen werden wie ein Konsumgut gestaltet, das effizient berechenbar und bedarfgerecht zugeschnitten auf den Markt geworfen wird. Lediglich die schnell wechselnden Trends tummeln sich buntschillernd in den Marktluecken, im Verkauf keinen Deut anders als die Pauschalreisen, nur in der Werbeansprache subtiler, um den Konsumenten zu seinen verborgenen Erwartungen hinzufuehren.

Nehmen wir beispielsweise den Trend "Reisen nach innen" mit Muesli, Mystik und gluehenden Kohlen: Es wird nicht nur getoepfert, meditiert, gefastet oder getraeumt, sogar das Laufen ueber gluehende Kohlen wird zur Urlaubsfreude bei der touristischen Seelenwanderung hochstilisiert. "Die Werbung verfuehrt den Einfaltspinsel", sagt Toscani. Wenn das die buddhistischen Moenche aufschnappen und sich von 'Studien-Kontakt-Reisen' vermarkten lassen, lechzen die uebersaettigten Stadtmenschen foermlich nach "fasten - verzichten - gewinnen" im Kloster Suan Moke bei Chaiya, Schnupperwoche ganz ohne Essen.
Macht das in Thailand Schule, buchen wir demnaechst Kurse wie "Schule der Geistheilung", "Entfaltung des inneren Schmetterlings" oder zwei Wochen fuer die "Versoehnung mit dem Schatten".

Auch Studienreisen sind nicht mehr das, was sie einmal waren: "Die klassische Form der Studienreise stirbt", erklaerte Klaus M. Vetter. Er muss es wissen, denn gerade sein Marktfuehrer Studiosus Reisen hat verknoecherte Strukturen aufgeweicht durch lockere Wanderstudienreisen, Varianten mit einem Freizeit-Plus und weniger Besichtigungen; à la carte kann jeder daheim oder vor Ort nur die Ausfluege buchen, die ihm ins Konzept passen. Die Studienreisenden sind also nicht mehr "ehrfurchtsvoll, gluecklich und dankbar," wie sie ein Pionier beschreibt: "Heute hat jeder einen oder mehrere Reisefuehrer dabei , will nur noch das Exemplarische praegnant und plastisch vermittelt bekommen..."

"Diese Jahr machen wir Thailand, naechstes Jahr ist der Nahe Osten dran, zwischendurch schieben wir eine Gourmet-Reise ins Elsass ein", so oder so aehnlich hoeren wir Mitreisende im Flieger. Seltsamerweise sind es die Studienreisenden, die nichts so stoert wie "diese Touristen". Falsch getippt: Im Marktforscher-Jargon heissen sie "multioptionale Konsumenten", haben Otto-Normalverbraucher, der sein Stammurlaubsziel rechtzeitig buchte, abgeloest, wechseln ihre Urlaubsziele wie Chamaeleons ihre Farbe und sind anspruchsvoll und sprunghaft. So buchen viele Pauschalurlauber erst eine Woche vor dem Start ihres Ferienjets - bei dem, der "am meisten bietet". Denn bei den Beratungswuenschen steht der Preis-Leistungsvergleich verschiedener Veranstalter an erster Stelle, es folgen die Auswahl der richtigen Kataloge und Beratung bei den guenstigsten Reiseverbindungen mit Flug oder Zug.

Nun wollen die heutigen Urlauber kein Produkt kaufen, sondern immer haeufiger ein "Lebensgefuehl", einen zeitlich befristeten Traum. "Urlaub sei die emotional empfindlichste Situation, in die moderne Menschen geraten", sagt eine Tourismusforscherin. Dafuer will man einen angemessenen Preis zahlen. Nicht verwunderlich, dass sich "Extremreisen" zu einer eigenen Spielart des Tourismus entwickelt haben. Immer mehr "Produkte" dieser Art, die Konditionsstaerke, alpine Routine, Hoehenanpassung usw. voraussetzen, werden in deutschen Reisebueros angeboten und angenommen. Kommerzielle, veranstalterorganisierte Gruppenreisen muessen allerdings trotz perfekter Zubereitung noch ein Restrisiko enthalten, wenn man von der Expedition auf "Katalogbergsteigen" umsteigt, immer extremer, aber immer bequemer.
Schleppten einst die Sherpas fuer ein paar Rupien das Gepaeck barfuss ueber die Gletscher, werden die einheimischen Traeger heute gut bezahlt und versichert, bekommen vom Veranstalter einen gruenen Parka und natuerlich eis- und felsfeste Schuhe. Waren vor einem Vierteljahrhundert erst sechs Ziele (Wege) im Angebot, so sind es heuer fast 150 verschiedene Reisen. Beim steilen Aufstieg des Trekking-Tourismus - und seinen vielen Abarten - ist nicht irgendein Gipfel, sondern der "Weg" das Ziel. Wer solche Feinheiten nicht spuert, stolpert in eine Krise; wenn die Branche Urlaub nur verramscht, schliddert sie in ihr eigenes Crash-Syndrom.

Konjunkturschwaeche hin, Arbeitslosigkeit her, auch in diesem Jahr werden die Bundesbuerger mehr als 70 Milliarden Mark fuer Auslandsreisen ausgeben. Dagegen lassen auslaendische Besucher Deutschland immer oefter links liegen, wir werden von der Konkurrenz schlicht abgehaengt mit dem Resultat: Zur deutschen Handelsbilanz trug der Tourismus 1995 ein Minus von ca. 50 Milliarden DM bei. Mehr als zwei Drittel der Bundesbuerger entfliehen ins Ausland - so wie unlaengst die Branchenvertreter des deutschen Tourismusgewerbes: Zu dem jaehrlichen Gipfeltreffen hatte der Deutsche Reisebuero-Verband bezeichnenderweise nach Orlando in Florida gebeten. Dort diskutierten tausend Delegierte, was der deutsche Kunde wuenscht.


Auskunft: Thailaendisches Fremdenverkehrsbuero, Bethmannstr. 58, 60311 Frankfurt (Main), Tel. 069/295704, 295804, Fax -/281468.

 
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