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Hautnah!
Die Zukunft gehört den Senioren
Die Zukunft gehoert den Senioren
Von Heinz & Rainer Pollmeier

Unser Autor Rainer Pollmeier war Redakteur der Angelfachzeitschrift "Fisch & Fang", Herausgeber eines Reisemagazins fuer die schoensten Angelreviere der Welt und Chefredakteur von "Der Raubfisch", bevor er zu den modernen Internet-Medien wechselte. Sein Vater ist Angler und Asienkenner; er bereist es seit zwanzig Jahren. Unsere Autoren meinen, die beginnende Stagnation auf dem Reisemarkt zwingt die Branche, sich verstaerkt um die Zufriedenheit ihrer aelteren Kunden zu kuemmern. Wir stellen das zur Diskussion – und freuen uns ueber jeden zusaetzlichen Hinweis.

Wenn Touristik- und Handelskonzerne wichtige Trends erkunden, stossen sie regelmaessig auf die Generation der Erben. Das verleitet sie, ihre Aktivitaeten auf konsumfreudige, vermoegende und relativ junge Leute zu verengen. Tatsaechlich aber gehoert die Zukunft den Senioren, nur haben es viele Veranstalter nicht begriffen.

In der Asien-Touristik hat der Stimmungsumschwung gerade begonnen: Vereinzelt sprechen Werbestrategen und Marketing-Experten kaufkraeftige woopies und grumpies an, loesen die juppies ab. Denn die Zahl der Über-55jaehrigen in Deutschland wird bis zum Jahr 2020 von heute 22 auf 32 Millionen steigen. Ältere Menschen anzusprechen, bereitet Muehe, denn die meisten Verantwortlichen in den Unternehmen sind juenger als ihre Kunden - und verwechseln ihr Marketing-Pidgin mit verstaendlicher Werbeansprache. Aber jugendverliebte Branchen werden sich umstellen muessen: Ab dem Jahr 2005 sind die Über-Fuenfzigjaehrigen die einzige Altersgruppe, die von Jahr zu Jahr zunimmt.

Wie steht es nun um die Senioren-Touristik in Thailand? Schwer zu sagen. Deutschland, Gastgeberland der groessten Touristenmesse der Welt, ist im Tourismus selbst ein Entwicklungsland. Wo abgehalfterte Politiker und Beamte ohne Fachwissen die Fuehrungspositionen erklimmen, kann man keine Zukunftsperspektiven erwarten. Und die Tourismuswissenschaft stagniert. Über die statistische Dokumentation von Reisestroemen und Urlaubspraeferenzen geht sie kaum hinaus, zum tieferen Verstaendnis des Reisens bietet sie wenig. Man muss zwangslaeufig auf eigene Erfahrungen und Beobachtungen zurueckgreifen:

Fernreisen mutierten in den letzten Jahren immer mehr zu einem Massenartikel der Touristik, der Pauschaltourismus ist zum Kaeufermarkt geworden: Es gibt zu viele Hotelbetten und Flugzeugsitze, zu viele rivalisierende Urlaubsziele, Veranstalter und Reisebueros. Die Schnaeppchenjagd ist auch beim Urlaubskauf zum Volkssport geworden, der smart shopper will "Sekt buchen, Selters bezahlen", wie eine Wochenzeitung die Urlaubsverramschung bezeichnet. Selbst Lastminute-Kunden erwarten fuer wenig Geld hohe Qualitaet. "Diese Billigheimer-Masche trifft genau ins Herz finanzschwacher Urlaubermassen", urteilt ein Branchenblatt. Internet und Online-Dienste werden in Zukunft manchen Reisebueros den Garaus machen. Wenn sich Stagnation auf dem Reisemarkt ankuendigt, ist es fuer viele Veranstalter zu spaet. Und die Branchenriesen ruesten sich. Aber kommt das dem Service zugute?

Es genuegt nicht, lediglich sogenannte Bausteinprogramme mit einem Freizeit-Plus auzustatten. Die Schuljungen-Mentalitaet dumm gehaltener Reisender wird sich auch am "Nachmittag zur freien Verfuegung" an die Rockzipfel des Reiseleiters haengen, zusaetzlicher Bade- oder Erholungsurlaub ohne "Hammelherde" vermittelt noch kein neues Urlaubsbewusstsein; nach Ansicht des Tourismuswissenschaftlers A. Steinecke ist das nur die perfektionierte "Standardisierung des Angebots auf der einen und die Individualisierung der Nachfrage auf der anderen Seite."

Aber werden wir ganz konkret: Wer die gaengigen Idole der jungen Generation - gesund, erfolgreich, begehrt usw. - geschickt in Werbebotschaften verpackt, erreicht sie. Ältere Menschen wollen nicht mit dem Jugendkult, aber auch nicht mit ihren generationsspezifischen Attributen "angemacht" werden: Wer das schoene Leben im verdienten Ruhestand strapaziert, findet wenig Resonanz. Senioren kennen die Schattenseiten des Alters und wollen nicht an den Ruhestand erinnert werden. Nun lassen bei jedem vierten Deutschen ueber 65 Jahre die Sinne nach: Senioren klagen ueber mangelnde Beweglichkeit, haben Hoerprobleme, Sehkraft, Riechvermoegen und Tastempfindlichkeit schwinden. Dafuer haben sie einen Erfahrungsschatz, an dem soziale Zwaenge, Prestige-Apelle und andere Spielarten der Werbung abprallen. Nach ihrem Abgang aus der sozialen "Huehnerleiter" sind sie unabhaengig, relativ wohlhabend und verfuegen ueber unbegrenzte Zeit. Die meisten stehen im besten Mannesalter, wenn man bedenkt, mit welchem Tempo "Menschenmaterial" ab 45 zwangspensioniert, abgewickelt und wegrationalisiert wird. Unglaeubig, ueberfluessig zu sein, muessen sie allzuoft miterleben, wie die Erbengeneration ohne Skupel Ersparnisse verprasst. Da entwickeln sich Aktivitaeten, die die Reisebranche in Suedostasien straeflich vernachlaessigt.

Was vermissen Senioren in Thailand am meisten?
Individuelle Autorundreisen: Was der ADAC oder EXPLORER in Nordamerika anbieten, waere in Thailand und Malaysia laengst ueberfaellig. Wir zitieren nur aus einem Reiseprospekt: "Self-Drives zum Kennenlernen: Sie moechten unabhaengig von einer Reisegruppe Ihren Tagesablauf gestalten, ohne dabei auf den Service vorgebuchter Hotels zu verzichten? Und Sie wollen die Highlights entdecken, vielleicht auch mal abseits der ueblichen Touristenpfade, trotzdem aber das naechste Ziel im Auge behalten? Kein Problem - mit unseren ausgesuchten Touren fahren Sie bestens - und das im wahrsten Sinne des Wortes!" Thailand waere ideal: Mit dem Mietwagen auf den Spuren der Khmer, die Koenigsstaedte, der Sueden usw.

Aber Vorurteile und Klischees vernageln die hervorragenden Strassen und Autobahnen: "Ausserhalb Bangkoks und abseits der Hauptverkehrsstrassen wird sich kein auslaendischer Autofahrer mehr zurechtfinden - es sei denn, er beherrscht die komplizierte thailaendische Schriftsprache", schrieb uns vor Jahren Bernd Loppow von der Zeit. An dieser Einstellung hat sich wenig geaendert; lediglich der Loose bewertet Mietwagenfahrten positiv, und Peter Frieben reiste fuer die ADAC Motorwelt 11/90 "Auf eigene Faust durch Malaysia". Ein Reiseveranstalter warnt noch in seinem Programm 1995/96: "Aufgrund der vielen beklagenswerten Unfaelle mit gemieteten Pkws, Motorraedern und insbesondere Wasserscootern sowie den daraus resultierenden Folgeschaeden (kein Versicherungsschutz), raten wir Ihnen, von diesen Anmietungen Abstand zu nehmen." Neben der Falschinformation ueber den Versicherungsschutz spricht aus solchen Hinweisen nur die Profitgier, Reisende ausschliesslich fuer eigene Programme zu gewinnen.

Airpaesse: Individualitaet wird von den Veranstaltern keineswegs grossgeschrieben. Was laege naeher, als zum Langstreckenflug angebotene Flugpaesse mit einer ausgewaehlten oder beliebigen Anzahl an Strecken/Coupons zu nutzen, in Thailand beispielsweise auf den neuen Inland-Routen oder zu den Nachbarlaendern Burma,
Laos, Kambodscha, nach Vietnam, Hong Kong, Singapur und Malaysia. Traeumereien? In anderen Laendern laengst selbstverstaendlich in Verbindung mit Mietwagen und Hotelbuchungen. In Suedostasien muss man meist direkt in das Zielgebiet einreisen oder sich ueber die Drehkreuze der jeweiligen Fluggesellschaften komplizierte Stopover und Gabelfluege stricken lassen. Allein Einkaufsfluege von Bangkok nach Hong Kong sind ein Renner. Was die Thais begeistert, wird Farangs nicht enttaeuschen. Hong Kong ist nun einmal der Markt fuer Elektronik; und womit koennen Senioren ihre Enkel mehr entzuecken?

Langzeiturlaub: Spartips "3 Wochen zu 2 Wochen-Preisen" in unterschiedlichen Varianten findet man bei einigen Veranstaltern durchaus, aber Langzeiturlaube werden in Suedostasien kaum angeboten. Dabei erlauben es die klimatischen Verhaeltnisse, dort einen laengeren Urlaub zu verbringen, wenn das Wetter bei uns mies und die Badewannen des Mittelmeers voll, hektisch und ueberteuert sind. Die Preisgestaltung - wenn man endlich einen Teil des landesueblichen Levels an den Kunden weitergaebe und nicht ein internationales und ueberhoehtes Brittelmass anlegte - koennte so moderat ausfallen, dass nicht nur betuchte aeltere Semester ohne weiteres Tage und Wochen im gebuchten Hotel oder Resort sausen liessen, um die vorgenannten Alternativen zu nutzen. Wuerden dazu noch preiswerte Appartements in Bangkok angeboten, koennte man von dieser Drehscheibe aus ganz Suedostasien aufrollen.

Junge und alte Individualisten nehmen sich heute schon Zeit in Fernost und haben laengst alle Moeglichkeiten und Spielarten eines eigenen Baukastensystems fuer ihren Urlaub entdeckt. Sie warten gar nicht Initiativen deutscher Veranstalter ab, sondern setzen auf die Kreativitaet der Asiaten. Das sind gewiss gute Kaufleute, nur arbeiten sie mit geringeren Gewinnspannen als unsere Veranstalter, die im Zuge der Amerikanisierung immer hundert Prozent oder alles erreichen wollen. Offensichtlich uebersehen westliche Einkaeufer auch das Überangebot an Hotelkapazitaeten. Wenn man ueber Jahre weiss, wie man durch landesuebliches Verhandeln mitten in der Hochsaison Preise halbieren (!) kann, registriert man mit asiatischer Gelassenheit, wie deutsche Touristen von den eigenen Landsleuten zur Kasse gebeten und regelrecht abgezockt werden. Vielleicht glauben sie sogar, es sei ihr persoenlicher Beitrag zur Entwicklungshilfe.

 
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