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Khmer-Tempel
Vom "Kirnen des Milchmeeres"

aus Khmertempel in Thailand - Abglanz von Gottkoenigen
von H. & R. Pollmeier
© Fotos Thomas Glumann von www.howie-thailand.de


Tor Angkor Thom

http://www.hdamm.de/himaphan/traipg2b.php "Das Quirlen des Milchozeans" an Hand von Photos aus Angkor Wat und Khao Phra Viharn von Anne Heitzer und Heiner Damm
Ohne ein wenig Verstaendnis fuer die indische Mythologie bleiben die Khmer-Monumente fuer den Betrachter nur restaurierte Truemmer. Die Khmer uebernahmen den Hinduismus und Buddhismus, die Religionen vermischten sich. Urspruenglich schuf hinduistische Baukunst mit jeder Stadtanlage ein Abbild des Weltenberges Meru, der das Symbol des Goettlichen birgt. Er ist Zentrum der Stadt und Sitz der Goetter. Der Heilige Berg ist von dreiunddreissig, im hinduistischen Pantheon auf sieben Himmel verteilten und in hierarchischer Ordnung versammelten Goettern bewohnt. Daneben zeigt der steinerne Kalender Stand und Lauf der Planeten und die Chronologie des Mondjahres an. Die kalendarische Bedeutung erinnert an die Maya-Pyramiden im Regenwald eines anderen Kontinents.

Gleichnisse von der Erschaffung der Welt gibt es in verschiedenen Variationen. Auf einem Relief in Udayagiri, einer indischen Stadt im alten Gupta-Reich (4. - 5. Jh.), rettet die dritte Inkarnation Vishnus als Eber die Erde vom Grund des Weltmeeres; dort haelt ein Daemon sie gefangen. Die Flussgoettinnen Yamuna und Ganga wohnen dem Ereignis auf ihren Reittieren bei. Die Khmer faszinierte das bildreiche Vishnu-Thema vom "Kirnen des Milchmeeres": Vishnu laesst sich als Schildkroete auf dem Grund des Meeres nieder und bietet seinen Rueckenpanzer als Sockel fuer einen Berg dar, der sich um seine Achse drehen laesst und als Kloeppel im Butterfass wirkt. Goetter und Daemonen winden eine grosse Nagaschlange - eine urasiatische Gottheit des Wassers vor den indischen Einfluessen - um den Berg und beginnen, das Weltmeer zu "buttern", um amrita oder Ambrosia, verlorengegangene Werte von Gesundheit, Reichtum und Glueck zu gewinnen. Die Khmer setzten Meru gleich mit Indra, Shiva oder Buddha - und gingen einen Schritt weiter: Sie, die Herrscher des Universums, deuten religioese Zielsetzungen um fuer den Kult des Gottkoenigs. Ein Tempelberg wird Manifestation koeniglicher Macht.

In Angkor Thom finden diese Mythologien ihre vollendete Gestalt: Die himmlischen Goetter des Suedtores, spreizbeinig ueber dem Stadtgraben stehend, ziehen an einem Ende der sich um den Bayon-Berg windenden Naga, das andere Ende wird von den Unterweltdaemonen des Nordtores gehalten. Das abwechselnde "Tauziehen" mit der Schlange bewegt den Bayon wie einen Quirl, der den Ozean - symbolisiert durch die grossen Wasserbecken - kirnt oder buttert und Ambrosia freisetzt. Über dem Tor laechelt ein raetselhaftes Gesicht, in dem man das Antlitz Jayavarmans VII. zu erkennen glaubt, des Koenigsbuddha aus eigener Machtvollkommenheit. Denn er liess sich im Bayon nicht als Shiva oder Vishnu, sondern als Koenigsbuddha verkoerpern; damit verbuergt er den Khmer das Elixier der Unsterblichkeit - zumindest auf Erden Reichtum und Leben durch das in ausgekluegelten Bewaesserungssystemen gespeicherte Wasser.

Die Gottkoenige hatten sich laengst aeusserlich aus politischen Gruenden dem Buddhismus zugewandt, der zum Volksglauben geworden war. Buddha vertrauten sie mehr als den alten Goettern und ihren Vertretern, den als Berater am Hof wirkenden Brahmanen. Aber mit Jayavarman VII. ist das Gottkoenigtum tot. Als er die Worte in Stein hauen liess: "Das Leid, das die Menschen befaellt, wurde bei ihm zum Leid der Seele, und dieses war um so brennender, als es der Schmerz des Volkes ist, der die Koenige leidend macht, und nicht der eigene Schmerz", muss er geahnt haben, dass die hinduistische Gesellschaftsordnung unterging, weil der Glaube erloschen war.

Zwei Daten bezeichnen die Wende: 1309 ersetzt Pali, die Sprache des Theravada-Buddhismus Sanskrit, das 1327 aus den Inschriften verschwindet. Die Herrscher hatten "das Mandat des Himmels" verloren. Als der Buddhismus zur Staatsreligion erhoben wurde, schloss sich die Aristrokratie zu der besonderen Sekte Thammayut zusammen, in der der orthodoxe singhalesische Theravada-Buddhismus zelebriert wurde. Erst auf dem II. Moenchskongress 1984 trennen sich die kambodschanischen Moenche von der Sekte und bekennen sich zum ‚wahren' Volksbuddhismus "wie in der Zeit, als Buddha lebte".

 
Khmer-Tempel
Überblick
1.Kapitel
2.Kapitel
3.Kapitel
4.Kapitel
5.Kapitel
6.Kapitel
7.Kapitel
8.Kapitel
Nachwort

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