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Khmer-Tempel
Von Prasat Phanom Rung zur Unterstadt Muang Tam

aus Khmertempel in Thailand - Abglanz von Gottkoenigen
von H. & R. Pollmeier
© Fotos Thomas Glumann von www.howie-thailand.de


Prasat Phanom Rung

Die Ayutthaya-Koenige haben Angkor erobert - und erlagen seinem Einfluss, weil sie sich bereitwillig zu Erben der Khmer-Koenige machten. Sie entliehen den Staatsapparat, die Hofordnung und die vergoettlichenden Titel. Soweit die Zeugen der Vergangenheit nicht der Habgier der Antiquitaetenraeuber zum Opfer gefallen sind, restaurieren die Thais mit wachsendem Wohlstand zuegig ihr historisches Erbe. Der Nordosten Thailands ist reich gesegnet mit Khmer-Ruinenstaedten, ein Anreiz, diesen zu Unrecht touristisch wenig erschlossenen Teil des Landes zu bereisen. Kunsthistorisch interessierte Reisende werden sie mit Ausdauer und Leidenschaft suchen, auch wenn die spaerliche Beschilderung der Land- und Sandstrassen mit lateinischer Schrift nicht gerade dazu einlaedt.

 


Prasat Phanom Rung

Prasat Phanom Rung - die Felsenburg auf dem grossen Huegel
www.koratmagazine.in.th/sight/rung/erung.htm - Phanom Rung Historical Park u. a.
Leicht zu finden ist der Shiva-Tempel Prasat Hin Phanom Rung mitten im fruchtbaren Ackerland, einst wichtige Etappe auf der befestigten und bewachten, rd. 250 km langen Steinstrasse zwischen der Khmermetropole und ihrem Aussenposten Phimai.

Die zerfallene und von Pluenderern stark mitgenommene Anlage in der Naehe der heutigen Stadt Prakhon Chai wurde 1971 vom Fine Arts Department sorgfaeltig restauriert. Ein Glueck fuer die Nachwelt, denn die ganze Fuelle dessen, was die Khmerwelt bestimmt, sie geistig und religioes ueberwoelbt, ist in dieser intimen, landschaftlich ungemein reizvollen Staette versammelt. Ein Hauch von Angkor, dem "Olymp des Ostens", weht durch den Hain, wenn sich der Blick ueber die 200 m lange und 12 m breite Prozessionsstrasse auf die ausladende, monumentale Treppe zum Zentralheiligtum oeffnet. Gelenkt von riesigen Nagas mit gespreizten Koepfen auf den Bruestungen der vier Etagen schreitet man staunend den langen Weg zum Heiligen Berg hinauf. Das wachsame Auge registriert die unentbehrlichen Wasserbecken, die sparsamen, aber von subtilem Koennen der Steinmetze zeugenden Arbeiten an den Galerien und die Reinheit der Reliefformen an den Tueren, Fenstern und Simsen der Sandstein-Prangs, wieder einmal steingewordene Ereignisse aus den beruehmten indischen Dichtungen und dem Hinduhimmel. Man spuert foermlich die Macht und Groesse der Gottkoenige

Die ueber Generationen waehrende Bauzeit der einzelnen Monumente vom Anfang des 10. bis zum Beginn des 13. Jh. konnte an Hand der gefundenen Inschriften recht gut datiert werden. Das Zentralheiligtum auf quadratischer Basis - sein Idol war ein Shiva-Lingam - entstand unter dem Einfluss der Baphuon-Periode von Angkor, in der die maennlichen Gottheiten ein schlichtes, fein gefaltetes, an der Seite durch eine Schleife gehaltenes Gewand tragen, waehrend die Goettinnen die Kleidung durch schoene Guertel mit flachem Knoten halten. Vom oestlichen Vorbau mit dem rechteckigen Mandapa erreicht man den Haupteingang des Heiligtums, ein vollkommenes Beispiel der Khmerkunst. Fuenf Eremiten auf dem Sturz der oestlichen Innentuer erhaerten zeitgenoessische Inschriften, dass sich ein beruehmter Einsiedler hierhin zurueckgezogen hat. Rechts und links vom Haupteingang kontrastieren zwei rauhe Lateritgebaeude lebhaft mit den Sandstein-Prangs.

 


Prang Sam Yot

Udayadityavarman II. (1050 - 1065/6), der Schoepfer des gigantischen Tempelberges Baphuon - spaeter ueberdeckt durch Angkor Thom - wird den Bauplan beeinflusst haben, denn am 13. April strahlt die aufgehende Sonne durch alle 15 Tore des Tempels. Bedeutet sein Name nicht "Der Schuetzling der aufgehenden (udaya) Sonne (aditya) und das allen Koenigsnamen angefuegte Sanskritwort "-varman" "Der vom Panzer eines Gottes Beschuetzte"? Welche vielfaeltige Bedeutung ein Goetterberg hatte, deutet Helmut Uhlig in seinem Buch "Auf den Spuren Buddhas"an: "Die oberste Plattform des Phnom Bakheng liegt 75 Meter ueber der Ebene von Angkor... 108 Tuerme sind gleichmaessig ueber fuenf Plattformen um den 109. Turm, das Gipfelheiligtum, verteilt. Doch von jedem moeglichen Standort eines Betrachters sind immer nur 33 Tuerme zu sehen. Das entspricht den auf sieben Himmel verteilten 33 Goettern des hinduistischen Pantheons. Die Zahl 108 ergibt sich ausserdem aus den vier Mondphasen, die mit 27, der Zahl der Mondaufgaenge, multipliziert werden."

Wer aus 160 m Hoehe seinen Blick ueber die weite, fruchtbare Ebene bis zur Dang Rek-Kette an der kambodschanischen Grenze im Sueden schweifen laesst, ahnt gar nicht, dass in Luftlinie nur 5 km entfernt Prasat Muang Tam, die Unterstadt, liegt - ein weiteres Juwel im kostbaren Geschmeide.

 


Prasat Muang Tam

 

 

Muang Tam
www.koratmagazine.in.th/sight/tam/etam.htm - Prasat Muang Tam
Die Tempelanlage - manche Forscher meinen, es sei ein ehemaliger Koenigspalast - wird restauriert und ist gerade im Wiedererstehen ein Erlebnis fuer jeden Besucher, den das archeologische Puzzle fesselt, wie Steine gesucht, gefunden und wieder zur Einheit geformt werden. Aber viele Giebelsteine und Tuersturze sind fuer immer verloren und tauchen nicht wieder auf. Der beruehmte Tuersturz mit Vishnu-Darstellungen in Phanom Rung war z. B. lange Zeit vermisst. Ploetzlich wurde er 1973 bei einer Kunstausstellung in den USA praesentiert und nach unendlichen Bemuehungen des verbluefften thailaendischen Fine Arts Departments 1988 zurueckgegeben.

Prasat Muang Tam soll aelter sein als Phanom Rung. Es wurde von Koenig Rajendravarman II. (944 - 968) begonnen und unter Jayavarman V. (968 - 1001) vollendet. Nach Jahrhunderten des Verfalls ist sein Glanz nicht verblichen und die Monumente sind heute noch reich an lebendigen Details. Das etwa 100 x 100 m grosse Rechteck des Komplexes wird von vier kompakten, fast vollstaendig erhaltenen Lateritmauern umgeben. In ihren runden Scharten standen einmal Plastiken in Lotosbluetenform. Vier Gopuram - eigentlich "Kuhtore", mehrgeschossige Torvorbauten an den vier Eingaengen eines viereckigen Heiligtums in Indien und Kambodscha - fuehren zum ersten Innenhof. Die skulptierten Stuerze sind zum Teil noch erhalten. Die Gopuram im Osten und Westen haben drei Tueren, die im Norden und Sueden nur eine Tuer, sind aber von vier Fenstern flankiert, die mit Khmer-spezifischen Gittern aus profilierten Saeulen, Balustern, verziert sind.

Der erste Hof mit seinen imposanten Proportionen wurde mit vier symmetrisch angeordneten Wasserbecken ausgeschmueckt, ihre Stufen und Balustraden enden in gewaltigen, gespreizten Nagakoepfen. Vier Durchgaenge fuehren zu den vier Tueren des wichtigsten Hofes, der wie eine Insel mitten im Heiligtum ruht. Im zentralen Prang ist der Hauptturm in der Mitte zerfallen, ein Turm ganz verschwunden, die restlichen drei werden restauriert. Noerdlich der Anlage liegt ein grosses Barai aus der gleichen Epoche, die Schleuse ist sogar noch erhalten. Es faellt schwer, sich von diesem Wunschtraum eines jeden Kunstkenners zu loesen.

 
Khmer-Tempel
Überblick
1.Kapitel
2.Kapitel
3.Kapitel
4.Kapitel
5.Kapitel
6.Kapitel
7.Kapitel
8.Kapitel
Nachwort

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