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Khmer-Tempel
Prasat Muang Singh Historical Park - die Loewenstadt

aus Khmertempel in Thailand - Abglanz von Gottkoenigen
von H. & R. Pollmeier
© Fotos H. & R. Pollmeier

Wer die Khmer-Bauwerke in Surin versaeumt, sich aber fuer Archaeologie und Vorgeschichte interessiert, sollte das kleine "Ban Kao Neolithic Museum", nur 35 km von Kanchanaburi entfernt, an der H 3229 zu besuchen, zumal sich damit ideal ein Rundgang durch den "Prasat Muang Singh Historical Park", die Loewenstadt der Khmer, verbinden laesst. Mietwagen oder Motorrad sind die praktischen Weggefaehrten. Wie das Gaestebuch des neuen Museums ausweist, sind europaeische Besucher recht selten, eigentlich unverstaendlich, wenn man bedenkt, dass tausende Touristen in Kanchanaburi eine rostige Eisenbahnbruecke bestaunen.

Die "Loewenstadt" ist ein Juwel aus dem 13./14. Jahrhundert.Stadt, Befestigungsanlagen und Tempel wurden gepraegt von Jayavarman VII. (1181 - um 1218), dem fleissigsten Bauherrn und letzten grossen Koenig in der Geschichte Angkors. Er liess nicht nur Angkor Thom, Bayon, Preah Khan, die Elefanten-Terasse usw. errichten, sondern legte auch soziale Einrichtungen an wie Schulen und Krankenhaeuser sowie Rasthaeuser fuer Pilger und Kaufleute. Dieser Koenig brach sogar mit der jahrhundertealten Tradition des Hinduismus, ohne die Symbole seiner Vorgaenger zu verwerfen.

 

Die rechteckige Befestigungsanlage Muang Singh in einer Flussschleife des Kleinen Kwai sicherte die westliche Grenze des Khmer-Reiches. Die Stadtmauer mit Wassergraben (880 m) umfasst ein Gelaende von rd. 100 Hektar. Alle Kunstbauten sind aus Laterit. Die mit riesigen Steinen gepflasterten Wege fuehren durch hohe Eingangstore zum zentralen Prang, in dem vermutlich der Bodhisattwa Avalokitesvara aus dem Mahayana-Buddhismus stand. Der Bodhisattwa ist ein Wesen, das die hoechste Stufe auf dem Weg zur Erleuchtung erreicht hat, sozusagen an der Schwelle zum Nirwana steht. Aus Mitleid mit den Menschen verzichtet es aber auf diesen letzten Schritt, um ihnen auf Erden bei der Suche nach der ewigen Glueckseligkeit zu helfen. Dieser Bodhisattwa ist identisch mit Lokesvara, den Jayavarman VII. im Bayon und an den Eingangstoren zu Angkor Thom darstellen liess. Vier Gorupas umringen den Hauptturm, die Stuckdekorationen sind verschwunden. Ohnehin widerstanden nur die Ruinen der aus Sandstein, gebrannten Ziegeln oder Laterit gefuegten Tempel, Palaeste und oeffentlichen Bauten der tropischen Verwitterung und den Termiten. Die Masse der profanen Holzhaeuser ist vergangen, die Menschen lebten in Huetten aus Holz, die wir uns auf den heute offenen Flaechen zwischen den steinernen Bauwerken vorzustellen haben. Die immer streng geometrische Architektur der Khmer sagt nur etwas ueber die Herrschaftsstrukturen, nicht aber ueber das Alltagsleben der Khmer aus; im uebrigen berichten die Steininschriften der Khmer in Sanskrit ueber Goetter und Koenige, in Khmer ueber das Leben am Hof. Aber seien wir froh, dass die Thais die Kultur der Khmer respektierten und eigentlich immer nur an Landbesitz interessiert waren.

 

Die Anlage ist wiederum eine perfekte Nachbildung des Universums, wie es in der der hinduistischen Mythologie beschrieben wird: Die Wassergraeben symbolisieren das Urmeer, Galerien die Gebirgsketten und Tuerme den Sitz der Goetter. Auch hier errichteten die Khmer ihre irdische Vorstellung von der hinduistischen Kosmologie der Welt. Es ist nicht uebertrieben, wenn man von einer religioesen "Landschaftsarchitektur" spricht, die das verkleinerte Abbild des vom Gott-Koenig beherrschten Universums gestaltet. Aber auch wenn die Voelker der Mon-Khmer-Sprachgruppe als die aeltesten historisch nachweisbar sind, beweisen praehistorische Grabfelder auf dem Gelaende von Muang Singh, dass vor den Hochkulturen dynamische Wanderungs-bewegungen der Voelker Spuren hinterlassen haben.

Die kulturellen Hoehepunkte Thailands liegen im Norden. Aber wer seinen Weg nach Sueden wendet, braucht auf kunsthistorische Juwele nicht zu verzichten. Schon in der "Diamantenstadt" Petchaburi trifft er im Wat Kamphaeng Laeng auf Khmer-Bauwerke aus der Zeit zwischen 1157 und 1207. Vor Jahren noch voellig verwahrlost sind sie jetzt tadellos restauriert. Die Thais haben die Khmer bereitwillig beerbt; sie bewahren das hohe Gut.

 

 
Khmer-Tempel
Überblick
1.Kapitel
2.Kapitel
3.Kapitel
4.Kapitel
5.Kapitel
6.Kapitel
7.Kapitel
8.Kapitel
Nachwort

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