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Kurz notiert
Berühmte Thaikeramik

Von Heinz & Rainer Pollmeier
© Fotos Pollmeier

Nach der neusteinzeitlichen Epoche von Ban Chiang vergehen etwa 2 500 Jahre, bis man in Thailand auf die Keramik trifft, die als Zeugnis einer neuen Thai-Kultur anzusehen ist.

Wenn man von den Huegeln des alten Si Satchanalai nach Norden blickt, liegen verstreut zwischen Ruinen und im Gebuesch verfallene und restaurierte ,Kilns', zirka 6 Meter lange und 3 Meter breite Brennoefen aus Ziegelstein, in denen die sogenannten Sawankhalok-Keramiken gebrannt wurden. Sie waren in ganz Suedostasien hoch geschaetzt, wurden bis in den Vorderen Orient exportiert und sind heute bei den Antiquitaetenhaendlern heiss begehrt.

Ihre Herstellung duerfte auf die Zeit Koenigs Ram Khamhaengs (1275 - 1317) zurueckgehen, von dem es heisst, er habe von seiner zweiten Chinareise nach Kublai Khans Tod 300 chinesische Toepfer nach Sukhothai mitgebracht. Sie sind in das Gebiet von Si Satchanalai umgezogen, weil dort die Qualitaet des Tons besser war.

 

Als die Stadt gegen Ende des 15. Jh. nach politischen Katastrophen aufgegeben wurde, siedelte ein lokaler Gouverneur die Handwerker in San Kamphaeng bei Chiang Mai an, das heute das Zentrum der thailaendischen Celadon-Produktion ist, die immer noch ohne chemische Zusaetze auskommt. Aber das 'Goldene Zeitalter' der siamesischen Keramik war die Epoche von Sawankhalok.

Die eigenstaendige Schoenheit thailaendischer Keramik begeistert nicht nur Fachleute und Sammler, sondern den Kunstliebhaber schlechthin. Sie ist erst in den letzten Jahren staerker in das Blickfeld gerueckt.

 

Wesentlichen Anteil daran hatte das Buch der ,Siam Society' von 1986: "Thai Pottery and Ceramics". Bis dahin galt vieles als chinesisch. Das bestimmende Element chinesischer Kultur kann nicht verwundern, bestanden doch vielfaeltige Handelsbeziehungen zu China, aber auch zu Indien und Indonesien.

Sukhothaikeramik Aus dem Grundstoff, den man in der Provinz Sukhothai fand, konnte man einen sehr harten Scherben herstellen, aehnlich dem chinesischen Celadon. Die siamesischen Stuecke unterscheiden sich erheblich von ihren Vorbildern. Die ersten Keramiken in der neuen Technik stammen wohl aus den Ban Ko Noi-Öfen unweit Chalieng.

 

Bei der Sukhothaikeramik handelt es sich um eine graue, steinzeugartige, hochgebrannte Irdenware, auf der ein hellgrauer Tonanguss liegt. Über die Bemalung mit eisenschwarzem Tonschlicker wurde in fast gleicher Staerke wie der Anguss eine transparente, feincraquelierte Glasur gezogen. Charakteristisch sind die fuenf Spuren der Brandstuetzen, die wir aus dem China der T'ang-Zeit kennen. Die Ware des 14./15. Jh. umfasst Schalen, flaschenfoermige, kugelige und Vasen mit breiter Leibung und Öffnung. Das Dekor besteht aus Bluetenranken, Fischmotiven, Wirbeln und Strichornamenten. Sukhothai war noch in Betrieb, als bereits in Sawankhalok gebrannt wurde. Da zu allen Jahrhunderten Chinesen nach Sueden gewandert sind, kann man unterstellen, dass chinesische Toepfer im 14./15. Jh. die siamesische Keramik neu inspiriert haben.

 

Sawankhalok Vom 14.Jh. bis zur Zerstoerung durch die Burmesen 1767 bestand das Reich von Ayutthaya. Der Anfang der Sawankhalok-Keramik ist nicht belegt, getoepfert und gebrannt wurde rd. 150 Jahre lang. Weil der Koenigshof die neue, seladonartige Ware bevorzugt, setzt eine groessere Produktion ein. Sukhothai-Tradition wurde in der eisenschwarz bemalten Ware von Sawankhalok fortgesetzt, die auch in der San Kamphaeng-Keramik fortlebt.

 

 

Sawankhalok ist vielfaeltig: Man bemalte mit Eisenbraunschwarz oder Unterglasurblau unter duenner, transparenter, nur leicht getruebter Glasur, verwendete braune oder grauweisse Glasur, schnitt Ornamente ein oder malte auf grauweissem Scherben mit brauner und seladonfarbener Glasur. Der Scherben ist oft roetlich und hochgebrannt, steinzeugartig. Unter den Formen finden wir Schalen mit beschnittenem Fuss, kugelige Vasen mit breiter, birnenfoermige mit engem Hals und kleiner, trichterfoermiger Öffnung, Vasen mit hochgezogener Eiform und kleinen Doppelhenkeln, Deckelgefaesse mit und ohne Ösenhenkeln, Vasen in Kuerbisform mit Ösenhenkeln, Deckeldosen und Kleinplastiken.

 

Eine Sonderform ist das Kendi, eine flaschenartige Form. Auf der Leibung in gedrueckter Kugelform sitzt ein Hals mit ausschwingendem Halsrand und etwas eingezogener Öffnung, auf der Schulter mammaartig ein Ausguss mit enger Öffnung auf. Das Kendi erscheint bereits auf einem Bild in Tufan, Name und Form sind indischen Ursprungs. Das ,kundika' oder ,kundi' war in buddhistischen Kloestern ebenso zu Hause wie die Almosenschale. Damit wurden den Moenchen Getraenke eingefloesst, ohne dass sie das Gefaess beruehrten. Indisc h-buddhistische Überlieferung praegte im China der T'ang-Zeit einen Formtyp, der in Siam aufgenommen wird und spaeter ueber den Handel wieder in China erscheint.

Die frei wuchernde, ueppige florale Ornamentik in Sawankhalok, die sich voellig von der chinesischen und der des Islam unterscheidet, entspricht indischer Mentalitaet, hat allerdings ueber Zentral- und Suedostasien die spaetere chinesische Keramik wesentlich beeinflusst. Fuer Sawankhalok sind runde Saeulenbrandstuetzen wie im China der Yuean- und Mingzeit bezeichnend.

Khmerkeramik Ein wichtiger Vorlaeufer siamesischer Keramik ist die der Khmer. Die Khmeroefen lagen z. T. auf heute thailaendischem Boden wie in der Naehe von Surin und Srisaket noerdlich von Kambodscha. Khmerkeramik vom 10. - 13. Jh. Ist ungewoehnlich geformt: Die Vasen haben hohe, breite Schultern, die sich ueber die stark verengende Leibung zu schmalem Fuss zusammenziehen. Rustikal sind eifoermige Koerper mit engem oder trichterfoermigem Hals oder stark bauchige Gefaesse mit kleinen Doppelhenkeln. Die hochgebrannte Irdenware hat im 10. Jh. gelblich-weisse oder blassgruenliche, seladonfarbene Glasur, im 10./11. Jh. dunkle Glasur auf hellem Scherben oder umgekehrt, spaeter ueberwiegend auf dunklem Scherben eine russige, vielfach fleckig dunklelbraune Glasur.

Die thailaendische Keramik ist laengst nicht vollstaendig erforscht. Der Reiz fuer das ,Neue', Unentdeckte wird bleiben, denn es sind noch zirka 400 gesunkene Schiffe mit etwa 4 000 Keramiken zu bergen.

Ein Teil dieser Schaetze wird in einem neuen Museum in Kanchanaburi der Öffentlichkeit zugaenglich gemacht; wann es soweit ist, wissen wir zur Zeit nicht. Jede Information darueber ist hier gern gesehen.

 

Fotogalerie von Sukhothai Old City

 
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