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Reiseberichte
Pedikuere in Pattaya - Ueber den Wandel eines Sexmekkas

Ein Bericht von Guido Keller vom Angkor-Verlag


Wer in Thailands Kuestenstaedtchen Pattaya reist, erzaehlt nicht jedem davon. Zu sehr haben Filmberichte ueber Sexbomber, Kinderschaender und Prostitution das Image des ehemaligen Fischerdorfes gepraegt, das seit den Fuenfziger Jahren zu einer modernen Stadt herangewachsen ist. Dabei werden die erfolgreichen Bemuehungen verschiedenster Interessengruppen uebersehen, Pattaya ein familienfreundliches Ambiente zu geben. Denn laengst fuehlen sich nicht nur Rentnerpaerchen dort wohl, auch Familien mit kleinen Kindern werden immer haeufiger beim Shopping und Baden gesehen. Woran liegt das, und was macht jenseits billigen Boulevardklischees den ungebrochenen Reiz Pattayas aus?

Neben dem seit Jahren recht stabilen Preisniveau und einer von kommunistisch restriktiven Einmischungen freien Lebensart, die im Gegensatz zu der von Thailands Nachbarn Vietnam und Myanmar steht, zeichnet sich insbesondere Pattaya durch ein umfassendes Angebot an Waren aus, die es dem Touristen heute ermoeglichen, frische - wenn auch oft instabile - Sushi, daenischen Kaese oder Fruehstueckshoernchen aus fein sortierten Regalen in Supermaerkten namens Big C und Top's (der 24 Stunden taeglich geoeffnet hat) zu erwerben. Dort finden sich Fanta- und Schweppes-Getraenkesorten, von denen wir hier noch gar nichts gehoert haben, getreu dem ungeschriebenen thailaendischen Motto, fuer die Sinne aller etwas bereitzuhalten. Essen kann man an Staenden auf der Strasse wohlschmeckende Thai-Gerichte schon ab 20 Baht (1,- DM), es erstaunt immer wieder, wie verbreitet Kochkuenste in diesem Land sind. Waehrenddessen macht sich auf den Billigmaerkten der Raubkopierer zunehmend Ernuechterung breit.

Gefaelschte Timberland-Kleidung wird im Zuge von Razzien konfisziert, die Haendler bleiben auf dem Schaden sitzen. Guenstig laesst sich der qualitaetsbewusste Reisende feinen Zwirn massgeschneidert bei einem der zahlreichen Inder und Sikhs naehen. Sikhs sind uebrigens von der immer noch recht locker gehandhabten Helmpflicht fuer Motorraeder befreit, weil sie religioes bedingt stets ihren steifen Turban tragen.
Wo findet man schon Burger King und Mc Donald's in einem Abstand von fuenf Metern friedlich nebeinander, ebenso einen Pizza Hut neben einer Pizza Company? An der Beach Road, auf deren elegant gestalteter Strandseite sich nun flanieren laesst, ist alles moeglich. Neuerdings saeubert eine Klaeranlage das ins Meer geleitete Abwasser, so dass Baden in Pattaya wieder angesagt ist. Vor kurzem sollte man dafuer noch ins nahegelegene Jomtien ausweichen oder auf eine der vorgelagerten Inseln hinausfahren.

Nun ist mit der hochdotierten Einhaltung des sogenannten Abwasserplans ein privates Unternehmen beauftragt worden.
Wenn die US-Navy mal wieder mit ihrer Kriegsflotte vor Anker liegt und Tausende Marinesoldaten ueber die Stadt herfallen, um sich mit Tiger Beer und T-Shirts einzudecken, entstehen filmreife Kulissen am Horizont, an dem schon um 18 Uhr die Sonne untergeht - was sommerzeitverwoehnte Deutsche gern vergessen. Hat man sich bis dahin nicht auf einer der beiden Go-kartkurse die Zeit vertrieben, die von ehemaligen europaeischen Rennfahrern betrieben werden und weitaus schnellere Gefaehrte bieten als die Bahnen in Deutschland, dann war man vielleicht - nicht weniger maennlich - auf dem Schiessstand nahe der Tiffany Travestieshowbuehne und hat dort mit grossem Kaliber auf Pappfiguren geschossen. Zarteren Gemuetern bietet der idyllische Nong Nooch Tropical Garden mit seinem Schmetterlingshaus ein bunt-botanisches Erlebnis. Muede Fuesse werden nach der Heimkehr in einem der unzaehligen Massagesalons wachgeknetet. In Mini-Siam kann man von den bedeutenden Sehenswuerdigkeiten dieser Welt, wie etwa dem Pariser Eiffelturm, Kleinausgaben im Modell bewundern.
Fotografiert man sie, wirken sie so echt, dass man seinen Freunden in Deutschland anhand der Bilder glatt eine Weltreise vorflunkern koennte. Im Schwimmbad Pattaya Park machen riesenroehrige Rutschen dem Strand Konkurrenz.

Hauptsorgen der Touristen in den vergangenen Jahren waren das katastrophale Verhalten der Thais im Strassenverkehr, die zu dicht auffahren, zu schnell sind, staendig hupen und als Fahrer oeffentlicher Verkehrsmittel sich haeufig am Limit ihrer Aufmerksamkeit bewegen. Da ist das hohe medizinische Niveau in Thailand nur ein schwacher Trost. Vor sieben Jahren noch haette man beinahe jeden Busfahrer der Strecke von Bangkok nach Pattaya als Formel 1-Piloten unter Vertrag nehmen koennen.
Heute, wo der neue Highway einen Teil des Verkehrs aufnimmt, faehrt es sich ruhiger und gemuetlicher. Einzig die Baht-Busse, die fuer ihre Rundstrecken innerhalb Pattayas nur 5 Baht verlangen sollten, machen Behoerden wie Reisenden Scherereien. Nicht so sehr ihr ruedes Fahr-, sondern ihr ungewoehnliches Parkverhalten stoert die Ordnungshueter, waehrend Auslaender sich staendig mit Forderungen konfrontiert sehen, die nicht den von der Stadtregierung vorgegebenen Fahrtarifen entsprechen. Und das, obwohl diese haeufig in den Taxis aushaengen. Meist hilft dem Reisenden bei einem Wortgefecht die Drohung mit der Polizei (etwas in der Art von "tamluad" zurufen). Vorsicht vor Irrfahrten, die damit erklaert und entsprechend abgerechnet werden, dass man als Fahrgast nicht klar genug ausgedrueckt
haette, wo man hinwollte. Augenblicklich werden ca. 40 illegale Baht-Busse pro Monat in Pattaya aus dem Verkehr gezogen.

Was ist aber mit dem vielzitierten Sexgewerbe? Kinder- und Jugendprostitution mit klebstoffschnueffelnden Minderjaehrigen wurde gaenzlich aus dem Stadtbild verdammt, selbst die thailaendische Polizei kann bei Ausweiskontrollen verdaechtiger Personen nur noch verbluefft feststellen, dass sie juenger aussehen, als sie sind. Dennoch wurde kuerzlich das Mindestalter fuer Diskothekenbesuche auf 21 Jahre hochgeschraubt, was also weitaus strenger ist als hierzulande. Juengere Thais vergnuegen sich derweil bei Poolbillard, Karaoke oder in einem der zahlreichen Multiplexkinos, die in modernster Qualitaet auch englischsprachige Filme zeigen.

Ungewohnt ist fuer Reisende lediglich das gemeinsame Aufstehen vor Filmbeginn. Dann wird zu Bildern vom Koenigshaus die Nationalhymne eingespielt.
Damit Mord und Totschlag, wie sie sich gemeinhin auf der Leinwand abspielen, in Pattaya eingedaemmt werden, hat sich der indische Herausgeber der Pattaya-Mail, eines Wochenblattes im Bild-Stil, die namentliche Nennung und Abbildung jedes Festgenommenen und einer Straftat Verdaechtigen zur Maxime gemacht. Er wolle abschrecken, sagt er, und seinen Kindern das Aufwachsen in einer sicheren und schmuddelfreien Stadt ermoeglichen. Wenn man vom Niveau des Blattes absieht, scheint Pattaya auch Letzteres bereits gelungen zu sein.

(c) Mit freundlicher Genehmigung von Guido Keller (Dezember 2001)

 
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