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Reiseorte
Ao Phangnga-Nationalpark

Von Heinz & Rainer Pollmeier
© Fotos Pollmeier

Im Landeanflug auf Phuket reisst die Wolkendecke nicht immer auf und man verpasst die schoenste Aussicht auf die weltberuehmte Phangnga-Bucht, Thailands meistfotografiertem Weltwunder. Schade, denn die naechsten malerischen Landschaftsformen dieser Art findet man erst wieder auf Java, im Lingayan-Golf von Luzon, in Nordvietnam oder in der chinesischen Provinz Guangxi. Aber keine Sorge, es gibt viele Moeglichkeiten, die bizarre Phangnga-Welt zu "erobern".

 

Das 1981 zum Nationalpark erklaerte, rd. 400 Quadratkilometer grosse Panorama mit etwa 160 Inseln wurde zusaetzlich durch die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, zum "Naturwunder der Welt" erklaert und unter ihren Schutz gestellt. Was das fuer eine "Seenlandschaft" in der Groesse von Schleswig-Holstein bedeutet, weiss keiner so recht. Der Kahlschlag der Mangrovenwaelder wird jedenfalls nicht verhindert. Also eine skurrile Massnahme, denn das Naturwunder erschliesst sich auch dem oberflaechlichen Touristen. Mit Paradies-Vorstellungen sollte er es allerdings nicht mehr verbinden, denn die Werbung gibt das Allbekannte als Geheimtip aus, weil es sich besser verkaufen laesst. Trotzdem gelingt es, in dieser Bucht und sogar auf Phuket Neues dort zu entdecken, wo schon alle sind.

 

Schwaermen die meisten "Reisefuehrer" in transzendenter Harmonie, pruefen die Einheimischen laengst, ob Kosten und Nutzen in Einklang stehen. Wenn Ulrike Meyer in der Zeit ŕ la Loens ausflippt: "Zu immer groesseren Gruppen finden sich die Kreidefelsen zusammen, schieben sich wie gruenlich-graue Schattenrisse einer Traumwelt voreinander. Gelegentlich schimmert am Fuss eines Steilhangs ein Dach unter Palmen hervor, thront ein Fischerdorf auf hoelzernen Pfosten, tastet sich ein langer Bootssteg ins Meer," sucht der interessierte Reisende meist vergeblich nach vernuenftigen Erklaerungen fuer das geologische "Wunder".

 

Die zu Wasser und zu Land hingesprenkelte Felsenwelt ist im Erdmittelalter, dem Zeitalter der Reptilien, vor 60 bis 210 Millionen Jahren entstanden. Es umfasst die Formationen Kreide (80 Mio Jahre), Jura (40 Mio Jahre) und Trias (30 Mio Jahre). Die Bezeichnung Kreide waehlte man, weil damals Sedimentschichten entstanden, die wir heute als Kreide und Kreidekalk vor uns sehen. Es sind Ablagerungen von kalkschaligen Lebewesen der Meere - "Kreidemeere". Der Muschelfriedhof Susan Hoi aus der Oberkreidezeit suedlich von Krabi zeigt z. B. eine flache Felsbank aus kleinen, versteinerten Schnecken. Die Juragebirge sind aus versteinerten Meeresablagerungen aufgebaut, die Triasschichten setzen sich aus Keuper, rotem, sandigen Ton, Muschelkalk und Buntsandsteinen zusammen. Was genau in diesen Mio Jahren vor den Eiszeiten auf unserem Globus geschah, koennen wir uns mit kuehnster Phantasie nicht ausmalen. Vorderindien jedenfalls schob sich wie ein riesiger Dampfer auf den eurasischen Kontinent und das Himalaja-Gebirge entstand.
Durch geologische Katastrophen und Waermeperioden wogte der Meeresspiegel Hunderte von Metern auf und ab, schwemmte Land an und saugte es wieder ab; in der Kreidezeit zog sich das Wasser von grossen Landmassen zurueck - und fraeste die Felsformationen regelrecht aus dem Festland. Die Eiszeiten im Quartaer vor 15000 bis 600000 Jahren vollendeten das Werk, Wind und Wetter der letzten Jahrtausende gaben den letzten Schliff.

 

So ist der Formenschatz ueber Jahrmillionen durch Korrosion, Loesung oder Zernagung der Gesteine, entstanden. Im wesentlichen bildete ihr Calzitgehalt mit Regen- und Bodenwasser Kohlensaeure, die mit Humus und anderen organischen Saeuren Kalk loeste. Die entstehenden Formen sind sehr durchlaessig, schlucken das Oberflaechenwasser und werden nach dem dinarischen Karstgebirge als Karst bezeichnet. Im gemaessigten Klima entstehen meist Hohlformen wie Karren, Dolinen, Poljen, Hoehlen usw. Die Korrosion erreicht in feuchtheissen Klimaten unter Schwemmlandboeden eine vielfache Intensitaet und fuegt den Formen markante tropische Kegelkarste hinzu. Je nach Maechtigkeit, Lagerung und Beschaffenheit der Kalke entwickeln sich dicht gescharte, 40 bis 300 Meter hohe Felstuerme, die Turmkarste, oder haeufiger ganze Schwaerme halbkugelfoermiger Kuppeln. Die tropische Feuchtigkeit beguenstigt aussen an den Felsen Stalagtiten, die wir in Europa nur im Inneren der auch im tropischen Karst haeufigen Hoehlen kennen.

 

In diesen Hoehlen fand man bedeutende praehistorische Fundstaetten, sie sind Lagerstaetten fuer den Bergbau (u.a. Zinn), waren Schlupfwinkel fuer Seeraeuber und Partisanen - z.B. fuer die 'Roten Khmer' im Phnom Malai-Gebirge - sind bevorzugte Sitze buddhistischer Kloester und neuerdings wie in der Phangnga-Bucht recht attraktiv fuer den Tourismus.

Waehlen wir dafuer ein paar bezeichnende Beispiele: Zu Wasser muss man nicht unbedingt den total ueberlaufenden James Bond Felsen anlaufen, nur weil dort Teile eines Films gedreht wurden. Auch das auf Stelzen gebaute Muslimdorf an der Insel Koh Panyi lohnt keinen Besuch; es ist zum teuren Abfuetterungs- und Souvenierplatz fuer unbefangene Touristen mutiert. In der riesigen Koehlerei gegenueber werden die fuer die Natur unentbehrlichen Mangrovenwaelder fuer den Export zu Holzkohle "verheizt", Anschauungsobjekt fuer UNESCO-Resolutionen.
Aber das will keiner wissen.

 

Wir haben auf unseren Angeltouren mit Longtail-Booten der einheimischen Fischer viele Fahrten in natuerliche Karst-Lagunen unternommen. Die sogenannten Hongs werden von ueppig bewaldeten Felshaengen voellig umschlossen. Sie waren natuerlich schattige Rastplaetze nach schweisstreibenden Drills auf Thune, Barrakudas u. a. Raubfische. Nun ist Angeln nicht jedermanns Sache, und das Vertrauen zu den Bootsbesitzern - oft Billiganbieter ohne gruendliche Kenntnisse - beruht nicht immer auf Gegenseitigkeit. Wer also Interesse hat, tatsaechlich "unberuehrte" Natur zu erfahren, sollte sich den Experten der Dschungel-Kanu-Touren auf Phuket - Sea Canoe Thailand & Santana Adventure Tours - anvertrauen. Die Angebote haben ihren berechtigten Preis, aber mit den Kanus kann man zu bestimmten Zeiten tideabhaengige Hoehlen anfahren, die anderen Booten unzugaenglich bleiben.

 

Krabi, quirlige Drehscheibe fuer den Inselverkehr und Buchungsstelle fuer oft ueberlaufene Straende und vorgelagerte Inseln, wurde so eintoenig haesslich in Stein renoviert, wie es in Holz einmal war. Der Blick auf das Fotomotiv Khao Khanaabnam versoehnt, jedoch die ueber dem Hafen kreisenden Rotmilane ueberblicken die ganze herrliche Umgebung. Inseln wie Kho Pee Pee und Straende wie Ao Nang, die von westlichen Reiseveranstaltern vereinnahmt wurden, sollte der Traveller meiden, es sei denn, er sucht den absoluten Konsum. Auch die angeblichen Schnorchelparadiese wie Koh Boda oder Pee Pee sind keine mehr.
Autoren schreiben oft stumpf voneinander ab und nehmen nicht in Augenschein, was laengst zerstoert ist. Tourismus ist ein Landschaftsfresser, auch unter Wasser. Direkt hinter dem Krabi River erstrecken sich riesige, intakte Mangrovenwaelder. Doch ist es schwierig, einen Bootsfuehrer - unser frueherer Begleiter ist drogensuechtig geworden und hat inzwischen Boot und Kinder verkauft - zu finden, der sich in diesem Labyrinth auskennt - so schwierig, wie auf den angebotenen Inseln tatsaechlich ein ruhiges Plaetzchen zu ergattern.

 

Nur wenige Kilometer oestlich von Krabi liegt das Wat Thama Sua (Tiger Cave) im Karst. Dort leben fast dreihundert Moenche und Nonnen. Der Grosse Meister vertritt Lehren, die sich auf das Koerperinnere besinnen. Eine Treppe fuehrt ueber einen beqemen "Pass" in ein ausgangloses Tal mit kleinen Meditationshuetten in Grotten und unter Felsabhaengen. Spaziergaenge im Wald fuehren zu riesigen Brettwurzelbaeumen. Zwei kleine, nicht minder beeindruckende Wats liegen im noerdlichen Karst am H 4 in der Naehe von Thap Put (z.B. Wat Kiriwong). Die Strasse von Phangnga-Stadt nach Krabi ist ohnehin ein Ereignis fuer jeden Naturliebhaber. Fast jeder Abstecher fuehrt zu Hoehlen, Wasserfaellen, Baechen und Teichen im Karst. Man muss sich nur die genaue Guide Map of Krabi mit den Detailkarten besorgen: Dann bleiben Namen wie Than Boke Khorani National Park, Tham Khao Phra und Raang, Tham Hua Kalok und Tham Lod nicht nur klangvolle Worte, sondern lebendige Erinnerungen an ein einzigartiges Stueck Siam.

 

Aber in der Hochsaison kann man mit einer auf Phuket gebuchten Unterkunft Pech haben. Nehmen Sie darum die Zeilen von U. Meyer mit: "Und dann durchdringt fremdartiger Gesang das Dickicht - ein wenig melancholisch, dann wieder ueberschwenglich jauchzend, lockend wie ein exotisches Streichinstrument. In Phukets Nationalpark Khao Phra Thaew singen wieder die Gibbons." Das spendet gewiss dem Trost, der neben einer Baustelle naechtigen muss.

 

Hier finden Sie noch mehr Fotos von der Phang Nga Bucht

 
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