::Index ::Impressum Ihr interaktiver Online-Reiseführer für Thailand     

Menu
Special
Startseite
Einleitung
Kurz notiert
Könige
Touristik
Literatur
Routen
Khmer-Tempel
Reiseorte
Fotogalerie
Livecams
Rezepte
Fitness
Hautnah!
Reiseberichte
Buchbesprechung
Impressum
Kontakt
Werbung

Suche
suchen

HotLinks

unsere e-card's
TOP Forum
Linkliste


Newsletter
Name:
eMail:
eintragen

Statistiken
Sie finden hier 289 Artikel in 248 Kategorien.

5 User online


Reiseorte
Die Todesbahn am River Kwai

Die Todesbahn am River Kwai
Von Heinz & Rainer Pollmeier

Das passiert den pfiffigen Thais nicht oft: Eine "Katze im Sack" zu kaufen.
Als sie nach dem Krieg die Death Railway von den Alliierten fuer 50 Mio Baht erstanden, war die 415 km lange Eisenbahnlinie von Nong Pla Duk zum Drei-Pagoden-Pass an der burmesischen Grenze im desolaten Zustand - morsch, zerbombt, teilweise demontiert. Aber im nachhinein erwies sie sich als Goldgrube.

Nicht weit von Kanchanaburi liegt die beruehmte Bruecke ueber den River Kwai, richtiger Maenam Kwae Yai, Vorlage fuer Pierre Boulles Roman "Die Bruecke am Kwai" und den gleichnamigen Film. Das Zentrum der Stadt erstreckt sich am linken Ufer des Maenam Meklong, dem Zusammenfluss von Maenam Kwae Yai (grossen Fluss) und Noi (kleinen). "Was die Bruecke ueber den Fluss Kwai zur Sehenswuerdigkeit macht, ist einzig und allein die historische Assoziation," sagt ein Reisefuehrer. Das Bauwerk unterscheide sich kaum von anderen, etwa 50 Jahre alten Eisenbahnbruecken. Stimmt. Auch der Spielfilm um den Bau der Bruecke hat mit den wahren Begebenheiten wenig zu tun. Weil dem Manager die Landschaft nicht gefiel, drehte man auf Sri Lanka.

Der Mann muss blind gewesen sein. Autoren stimmen darin ueberein, dass die Landschaft der Kanchanaburi-Provinz jeden begeistert, der sie mit Zug, Pkw oder Schiff bereist. Vor 15 Jahren draengten sich die Urwaelder bis an die Grenzen der Stadt. Was von den Rodungen verschont blieb, gehoert immer noch zu den faszinierendsten Gebieten Thailands: Vier Nationalparks von vielschichtiger Schoenheit. Der Erawan National Park, nur 65 km von Kanchanaburi entfernt und 550 qkm gross, zieht sich durch das bewaldete Tal des Oberlaufs des Kwae Yai, mit herrlichen Wasserfaellen, Sinterterassen und der Phra That Hoehle. Der kleinere, 59 qkm grosse Tham Than Lot oder Chalerm Rattanakosin National Park liegt 97 km noerdlich von Kanchanaburi:
Urspruengliche Dschungellandschaft, hohe Wasserfaelle und die Tropfsteinhoehle Tham Than Lot Noi. Im Sri Nakharin, 1.534 qkm , oberhalb des Erawan National Park haben Naturfreunde und Angler die Chance, auf Floessen im riesigen Srinagarind Reservoir zu wohnen. Der Sai Yok National Park, 108 km von Kanchanaburi entfernt und 500 qkm gross, liegt an der alten Eisenbahntrasse. Wasserfaelle und Fledermaushoehlen sind die Attraktionen. Übernachten kann man in kleinen Huetten auf Floessen auf dem Kwae Noi, der sehr fischreich ist; Handschnur mit gekochten Reiskoernern an kleinen Haken ist das richtige Geraet, frischen Fisch in die Pfanne zu bringen. Vielleicht erwischen Sie den pla yisok, einen Fisch mit zartem Fleisch, der nur im Kwae Yai und Noi lebt. Eine Spezialitaet in Kanchanaburi!

Im Jahre 1941 ging der Vorhang hoch zum fernoestlichen Akt des 2. Weltkrieges, nicht minder grausam als in Europa; ein entsetzliches Kapitel des Krieges. Wenige Monate nach dem Überfall auf Pearl Harbour am 7.12.1941 befand sich Japan im Krieg mit den USA, dem britischen Empire und den Niederlanden. Die Regierung Phibul Songkram verbuendete sich mit den Japanern; sie sah sich ausserstande, ihnen Widerstand zu leisten. Verteidigungsminister Songkram wurde bereits 1938 Premierminister, sympathisierte ohnehin mit den Achsenmaechten und brachte seine nationalistischen Expansionsideen mit der Umbenennung von Siam in Thailand zum Ausdruck. Durch Protektion der Japaner vergroesserte er Thailand um Gebiete von Birma, Malaysia, Laos und Kambodscha. Als die Achsenmaechte auf der Verliererstrasse waren, trat Songkram zurueck. Pridi Phanomjong, der mit Unterstuetzung der Amerikaner die freien Thai angefuehrt hatte, ergriff von neuem die Macht. Nach der Niederlage der Japaner distanzierte sich die koenigliche Regierung von der Politik Phibuls, gab die annektierten Provinzen zurueck und stellte fuer kurze Zeit die Demokratie wieder her. Aber bereits im April 1948 herrschte Phibul wieder und wurde erst 1957 von General Sarit abgeloest.

Um den gefaehrdeten Nachschubweg zur See von Japan ueber Singapore nach Burma zu vermeiden, beschloss die japanische Generalitaet den Bau einer Bahnlinie zur burmesischen Hauptstadt Rangoon - ein phantastisch-utopisches Projekt mitten im Krieg mit einer nicht gerade einfachen Streckenfuehrung am Kwae Noi entlang ueber den Drei-Pagoden-Pass, um bei Thanbyuzayat die burmesische Kueste zu erreichen!

Es begann das dunkelste Kapitel der juengsten Geschichte Thailands. Anfang 1942 arbeiteten die Japaner die Detailplaene fuer die Kriegsbahn aus, im Juni ergingen die Befehle zum sofortigen Baubeginn "ohne Ruecksicht auf Kosten an Geld und Menschenleben". Tausende von Kriegsgefangenen der fruehen Siege wurden nach Burma und Thailand transportiert. Das kam fuer viele Briten, Australier, Niederlaender und US-Amerikaner einem Todesurteil gleich. Die Nahrungsmittel und Medikamente reichten nicht aus, um die Zwangsarbeiter der beiden Trupps zu versorgen, die von Burma und Siam aufeinander zuarbeiteten. Die allierten Soldaten wollten durchhalten; damit hatten die Japaner nicht gerechnet. Im Kaiserlichen Japan war es Usus, in solchen Situationen Selbstmord zu begehen, um nicht "das Gesicht zu verlieren". Darueber hinaus sabotierten die Gefangenen durch Pfuscharbeit.

Groesstes natuerliches Hindernis war auf thailaendischer Seite der unberechenbare Kwae Yai, der, in der Trocken- traege dahinfliessend, in der Regenzeit zu einem reissenden Strom anschwillt, der ganze Baeume wegreisst. Von Oktober 1942 bis Februar 43 bauten die Kriegsgefangenen eine hoelzerne Bruecke ueber den Kwae Yai; sie hielt nur wenige Monate den Fluten des Flusses und den schweren Zuegen stand. In Windeseile erarbeitete man neue Plaene fuer eine Stahlbruecke auf Betonpfeilern, die legendaere Bruecke am Kwae. 1944/45 zerstoerten allierte Bomber aus Ceylon den vierten bis sechsten Bogen der Bruecke. Die Japaner ersetzten als Kriegsreparation die drei Boegen durch zwei groessere eckige Elemente.

Die Besatzer gingen aeusserst brutal mit den rund 70.000 Kriegsgefangenen und den unter falschen Vorgaben angelockten 200.000 Arbeitern aus den besetzten Laendern um. Unterernaehrung, Krankheiten oder allgemeine Erschoepfung, Arbeitsunfaelle und Grausamkeiten forderten einen unvorstellbaren Tribut an Menschenleben. Ärzte operierten mit Bauwerkzeugen und ohne Medikamente, um Leben oder Glieder von Verunglueckten zu retten. Man schaetzt, dass etwa 100.000 Zwangsarbeiter und 18.000 Kriegsgefangene beim Ausbau der Strecke starben, die bald den treffenden Namen "Death Railway", Todesbahn, erhielt.In Kanchanaburi markieren endlose Reihen von Kriegsgraebern den Platz ihrer letzten Ruhe; nahe der Bruecke am Kwae hat die thailaendische Regierung das grosse Gelaende fuer den Soldatenfriedhof zur Verfuegung gestellt. Der Besucher betritt ihn durch einen Torbogen in der verzierten Mauer und verstummt angesichts von 18.000 kupfernen Grabtafeln, die woechentlich poliert werden. Was sagen uns einzelne Inschriften wie "Sergeant Anthony Whitworth, United Kingdom, *1918, +1943" - 18.000 mal? Death Railway und die Bruecke am Kwae - nur sentimentales Interesse oder Mahnmal gegen den Krieg? Aber hat uns Leid je veraendert?

Die einst gut organisierten Bahnen in Siam hinterliess der Krieg als Torso:
Gleisanlagen, Bahnhoefe, Betriebswerke und Bruecken waren von zahllosen Bombenangriffen ruiniert. Nur eine intakte Eisenbahn konnte den raschen Wiederaufbau des Landes garantieren. Im Pioniergeist des fortschrittlichen Koenigs Chulalongkorn wandelte 1951 der "State Railway of Thailand Act" die Royal State Railways of Siam in ein staatliches Unternehmen um. Die Streckenlaenge betraegt heute 3.862 km; letzte Neubaustrecke war die 134 km lange Route von Chachoengsao nach Sattahip. Der groesste Staatsbetrieb des Landes beschaeftigt 22.500 Menschen.

In dem einst unwegsamen Koenigreich hatte die Eisenbahn wesentlichen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Auch als die Kriegsgefangenen die Todesbahn bauten, war das gesamte Gebiet fast undurchdringlicher Dschungel; erst die Bahn machte die landwirtschaftliche Erschliessung dieses Landesteils moeglich. Heute ist die Provinz Kanchanaburi eine der fruchtbarsten Gegenden Thailands. So ist die Eisenbahnfahrt von Thonburi ueber Nakhon Pathom und Kanchanaburi nach Nam Tok, dem heute wenig spektakulaeren Ende der einstigen Todesbahn, fast ein "Muss" fuer jeden Thailandbesucher.

 
Reiseorte
Überblick
Ancient City
Andamanensee
Bangkok
Bangkok 1
Chiang Mai
Chumpon
Hua Hin
Kamphaeng Phet
Kanchanaburi
Khao Yai
Khao Yai Tiere
Ko Chang
Ko Samui
Ko Tao
Krabi
Laos
Nakhon Pathom
Pattaya
Pattaya 1
Phang Nga Bucht
Phi Phi Islands
Phuket
River Kwai
Riwer Kwai
Si Thammarat
Songkhla
Surat Thani

Ressourcen
Noch keine Einträge vorhanden

Tolle Webseiten

Besuchen Sie unseren Partner
(21326 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(19645 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(19068 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(13784 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(11562 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(5938 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(5100 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(3999 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(3925 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(1568 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(922 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(828 Klicks)

Besuchen Sie unseren Partner
(518 Klicks)

nach oben © 2000 thailand-interaktiv.de [mailto:info@thailandtipps.de] nach oben